Wiesn-Report vom 30.09.2018

Festnahme nach Körperverletzung mit Todesfolge -siehe 1. Nachtrag vom 29.09.2018, Wie bereits berichtet, kam es am Freitag, 28.09.2018, gegen 22.10 Uhr, im Außenbereich des Augustiner Festzeltes zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem 58-
Jährigen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck und einem unbekannten Mann.
Der 58-Jährige brach nach der Auseinandersetzung bewusstlos zusammen, wurde reanimiert und in ein Krankenhaus gebracht, wo er später verstarb.
Eine durch einen Zeugenaufruf gesuchte Zeugin, die die Auseinandersetzung beobachtet hatte, meldete sich am Samstag, 29.09.2018 bei der Münchner Kriminalpolizei.
Außerdem meldeten sich weitere Zeugen. Aufgrund dieser Zeugenaussagen und weiterer Ermittlungen, konnte die Identität eines Tatverdächtigen ermittelt werden.
Gegen 16.00 Uhr wurde ein 42-jähriger Münchner in Begleitung seines Rechtsbeistands bei der Münchner Polizei vorstellig. Er gab an, dass er an der Auseinandersetzung
beteiligt gewesen sei.Von der Staatsanwaltschaft München I wurde ein Haftbefehl
wegen Körperverletzung mit Todesfolge beantragt. Der 43- Jährige wird dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Drohnenpilot festgestellt
Am Freitag, 28.09.2018, konnten Polizeikräfte im Sperrbereich um das Oktoberfest gegen 19.10 Uhr einen 33-jährigen Deutschen dabei beobachten, wie er in unmittelbarer
Nähe zum Festgelände eine kleine Drohne mit Kamera aufsteigen ließ.Die Drohne befand sich nicht über dem Gelände, jedoch noch innerhalb der angeordneten Flugverbotszone. Der 33-Jährige gab an, nicht gewusst zu haben, dass das Flugverbot auch außerhalb des Festgeländes gilt.Er erhielt eine Anzeige nach dem Luftverkehrsgesetz. Die
Drohne wurde sichergestellt und verblieb auf der Wiesn-Wache.

Taschendiebfahnder unterbinden Schlägerei und
sexuelle Belästigungen
Am Freitag, 28.09.2018, beobachteten Taschendiebfahnder gegen 21.00 Uhr auf der Wirtsbudenstraße drei zwischen 20 und 30 Jahre alte Männer aus München, welche mehrfach andere Oktoberfestbesucher anpöbelten, schubsten und beleidigten. Die zivilen Fahnder informierten uniformierte Polizeibeamte der Wiesn-Wache. Diese nahmen die drei Männer in Gewahrsam und konnten so weitere Übergriffe unterbinden.
Gegen 20.30 Uhr beobachteten Taschendiebfahnder aus der Schweiz und Spanien in einem Festzelt einen 31-jährigen Pakistaner, der einer auf einer Bierbank tanzenden 21-
jährigen Wiesnbesucherin über das Bein streichelte und ihr
anschließend ans Gesäß griff.Als diese seine Hand wegschlug, wechselte der 31-Jährige zu
einer 33-jährigen Wiesnbesucherin und stieß dieser mit einem Finger über der Kleidung zwischen die Pobacken. Die Frau wehrte sich mit einer Ohrfeige.Der 31-Jährige wurde durch die Taschendiebfahnder vorläufig festgenommen und nach einer erkennungsdienstlichenBehandlung wieder entlassen. Gegen ihn wird ein
Betretungsverbot für das Oktoberfest beantragt.Berliner Taschendiebfahnder konnten gegen 23.00 Uhr in einem Festzelt beobachten, wie sich ein 48-jähriger Inder von
hinten an Frauen drückte, welche am Einlass in der Warteschlange standen. Der Mann öffnete sein Hosentürchen und rieb sein Glied am Gesäß der Damen.Der 48-Jährige wurde durch die Taschendiebfahnder vorläufig festgenommen und an die Wiesn-Wache überstellt. Nach Beendigung aller Maßnahmen wurde er entlassen. Auch gegen ihn wird ein Betretungsverbot beantragt.

Widerstand bei einer Drogenfestnahme
Am Freitag, 28.09.2018, beobachteten gegen 21.00 Uhr
Drogenfahnder der Polizei einen 22-jährigen Österreicher
beim Rauchen eines Joints. Als die Beamten versuchten den
22-Jährigen festzunehmen, versuchte dieser zu flüchten.
Der 22-Jährige wurde durch die Beamten eingeholt. Bei der
Festnahme schlug er einem Polizisten ins Gesicht und
verletzte einen weiteren Polizeibeamten.
Der Täter wurde zur Wiesn-Wache gebracht und nach
erfolgter Sachbearbeitung wieder entlassen.

Festnahme nach einem Sexualdelikt
Am Freitag, 28.09.2018, legte sich gegen Mitternacht eine 25-
jährige Frau aus dem Raum Stuttgart nach einem
Festzeltbesuch auf einen Hügel nieder. Ein 32-jähriger
pakistanischer Staatsangehöriger näherte sich der jungen
Frau, griff ihr unter das Dirndl und führte einen Finger ein.
Dies konnte durch einen Sicherheitsmitarbeiter beobachtet
werden. Der Täter wurde festgenommen und der Haftanstalt
überstellt.

Streit um Platz auf der Bierbank eskaliert
Am Samstag, 29.09.2018, gegen 17.50 Uhr, eskalierte ein
andauernder Streit um die Platzverhältnisse auf einer
Bierbank in einem Festzelt.
Im Verlauf dieses Streites schüttete ein 21-jähriger Münchner
den Inhalt eines Maßkruges über den Kopf einer 22-Jährigen
aus Garmisch. In dem Maßkrug befanden sich Scherben von
einem zuvor zu Bruch gegangenen Krug. Anschließend warf
der 21-Jährige den Maßkrug gegen den Oberkörper der 22-
Jährigen.Der Ordnungsdienst schritt sofort ein und unterband weitere
Handlungen. Die 22-Jährige wurde durch die Scherben am
Hinterkopf leicht verletzt.
Der 21-Jährige wurde auf die Wiesn-Wache gebracht. Hier
stellte sich heraus, dass er zudem eine geringe Menge
Cannabis bei sich hatte. Gegen ihn läuft nun je ein Verfahren
wegen gefährlicher Körperverletzung sowie dem
Betäubungsmittelgesetz.

Wiesn-Besucher wird in Gewahrsam genommen
Am Samstag, 29.09.2018, geriet ein 20-jähriger Somalier am
Haupteingang der Theresienwiese gegen 19.10 Uhr mit
unbekannten Personen in eine verbale Auseinandersetzung.
Einsatzkräfte der Wiesn-Wache schritten ein, um den Streit zu
schlichten. Ohne jeglichen Anlass ließ sich der 20-Jährige auf
den Boden fallen und fing an zu schreien. Als ihm die
Polizisten aufhelfen wollten, schubste er ohne erkennbaren
Grund einen der Beamten.
Der aggressive 20-Jährige wurde zur Wiesn-Wache gebracht.
Während des Transportes trat er einer weiteren Beamtin
gegen das Schienbein. Die beiden Beamten wurden hierbei nicht verletzt.
Der 20-Jährige wurde aufgrund seiner Aggressivität in
Gewahrsam genommen und wegen einer Körperverletzung
angezeigt.

Verbotene Tätowierung
Am Samstag, 29.09.2018, fiel einem Security-Mitarbeiter
gegen 12.30 Uhr an einem Eingang zum Festgelände ein 38-
jähriger Italiener auf, der am linken Hals einen SS-Totenkopf
tätowiert hatte und diesen offen zeigte.Da das öffentliche Zeigen dieser Symbole einen
Straftatbestand darstellt, musste der 38-Jährige seine
Tätowierung verdecken und durfte erst nach Hinterlegen einer
Sicherheitsleistung das Festgelände verlassen.

Einbruch in eine Geisterbahn
Am Samstag, 29.09.2018, kletterten gegen 22.00 Uhr zwei
Männer aus dem Raum Starnberg (20 und 22 Jahre alt) über
einen knapp zwei Meter hohen Bauzaun, bestiegen
anschließend einen über zwei Meter hohen Container einer
Geisterbahn und gelangten in die Schaltzentrale und den
Werkstattraum. Die beiden Männer manipulierten am
Generator und lösten hier den Not-Halt aus.
Angestellte der Geisterbahn begaben sich daraufhin in den
Generatorraum und trafen auf die beiden Männer. Diese
versuchten zu flüchten, wobei der 20-Jährige durch die
Angestellten festgehalten werden konnte.
Kurze Zeit später konnte auch der 22-Jährige durch eine
Mitarbeiterin der Geisterbahn wiedererkannt und
festgenommen werden. Dieser hatte zudem noch Diebesgut
aus der Werkstatt bei sich.
Gegen die beiden Männer wird nun wegen des besonders
schweren Falls des Diebstahls ermittelt.

Hitlergruß auf dem Festgelände
Am Samstag, 29.09.2018, streckte gegen 01.15 Uhr ein 30-jähriger Schweizer auf dem Oktoberfestgelände einer Personengruppe gegenüber die Hand zum Hitlergruß aus und
rief „Heil dem Führer“.Der hinzugerufenen Polizeieinsatzgruppe der Wiesn-Wache gegenüber zeigte er zweimal den Hitlergruß. Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Da er über keinen festen Wohnsitz in Deutschland verfügt, wurde bei ihm eine Sicherheitsleistung genommen und er anschließend wieder entlassen.

Mann in Dirndl leistet Widerstand
Am Freitag, 28.09.2018, versuchte sich gegen 21.10 Uhr ein
31-jähriger Brite, der mit einem Dirndl als Frau verkleidet war,
in einem Festzelt Zutritt zu den Damentoiletten zu
verschaffen. Dies wurde durch den dort eingesetzten
Ordnungsdienst mehrfach unterbunden und der Brite des
Zeltes verwiesen.

Da der angetrunkene Dirndl-Träger sich äußerst aggressiv
verhielt, wurde eine vorbeikommende Einsatzgruppe auf die
Situation aufmerksam.

Als der 31-Jährige von den Beamten kontrolliert werden sollte,
schlug er um sich. Bei der Festnahme verletzte der Brite einen
Polizeibeamten am Finger. Der Polizeibeamte blieb weiter
dienstfähig.

Da der Brite über keinen festen Wohnsitz in Deutschland
verfügt und die erforderliche Sicherheitsleistung nicht
aufbringen konnte, wurde er der Haftanstalt im
Polizeipräsidium München überstellt.

Festnahme eines Jackendiebs
Am Samstag, 29.09.2018, fiel gegen 23.00 Uhr
Taschendiebfahndern aus Zürich bei der Zelträumung ein 27-
jähriger Kosovare auf. Die Fahnder konnten nach kurzer Zeit
beobachten, wie der Kosovare eine Jacke an sich nahm,
welche über einer Brüstung hing. Er durchsuchte diese nach
Wertgegenständen und entfernte sich dann mit der Jacke in
Richtung Ausgang.
Kurz bevor er das Zelt verlassen konnte, wurde er von den
Beamten festgenommen und zur Wiesn-Wache gebracht. Die
Jacke konnte sichergestellt werden.
Da der 27-Jährige über einen festen Wohnsitz verfügt, wurde
er nach den erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wieder
entlassen.

Gefährliche Körperverletzung mit Maßkrug
Am Mittwoch, 26.09.2018, gegen 01.20 Uhr, gerieten nach
einem Wiesnbesuch mehrere Personen in einer Bar in der
Landwehrstraße aus unbekanntem Grund in Streit.
Als sich der Streit auf die Straße verlagerte, verpasste ein 21-
jähriger Münchner einem 43-jährigen Dänen eine Kopfnuss.
Der 43-Jährige konnte sich, nachdem er zu Boden gegangen
war, wieder aufraffen.
Anschließend sprach der 43-Jährige den 21-Jährigen und
dessen 19-Jährigen Begleiter aus München an. Während dem
Gespräch zwischen dem 43-Jährigen und dem 19-Jährigen,
schlug der 21-Jährige von hinten einen Maßkrug auf den Kopf
des 43-Jährigen. Hierbei ging der Krug zu Bruch, wodurch
sich der 21-Jährige an der rechten Hand eine Schnittwunde
zuzog. Der 43-Jährige erlitt Verletzungen am Kopf sowie eine
Prellung an der Hand und kam in ein Münchner Krankenhaus.
Er konnte am nächsten Tag wieder entlassen werden.
Die beiden Männer flüchteten und konnten in Tatortnähe
durch eine zwischenzeitlich verständigte Polizeistreife
festgenommen werden.
Der 19-Jährige wurde nach den polizeilichen Maßnahmen
entlassen. Der 21-Jährige musste aufgrund seiner
Schnittverletzung ebenfalls ärztlich versorgt werden und
wurde anschließend der Haftanstalt des Polizeipräsidiums
München überstellt.
Die Kapitalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen
übernommen. Der 21-Jährige muss sich wegen einer
gefährlichen Körperverletzung verantworten. Durch den
Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München wurde ein
Haftbefehl erlassen. Dieser wurde gegen strenge Auflagen
außer Vollzug gesetzt.

Vorstellung der italienischen und französischen
Polizisten auf dem Oktoberfest
Polizeivizepräsident Werner Feiler begrüßt am Sonntag,
30.09.2018, um 15.00 Uhr, im Servicezentrum des
Oktoberfestes die ausländischen Kolleginnen und Kollegen,
die in diesem Jahr die Münchner Polizei auf der Wiesn
unterstützen.
Der Einsatz von uniformierten italienischen und französischen
Beamten auf dem Münchner Oktoberfest hat inzwischen
Tradition.
Ab dem zweiten Wochenende ist erfahrungsgemäß eine
Vielzahl italienischer Gäste auf dem Festgelände zu erwarten.
Bereits seit dem Jahr 2005 leisten Angehörige der Polizia di
Stato ihren Dienst auf dem Festgelände. Auch heuer werden
fünf Kollegen aus Bozen während des mittleren und des
letzten Wiesn-Wochenendes die Polizei unterstützen.
Von Freitag, 28. bis Sonntag, 30.09.2018, sind in diesem Jahr
das zweite Mal auch fünf Kollegen der Carabinieri Trentino auf
dem Oktoberfest im Einsatz.
Auch aus Frankreich unterstützen Kollegen bereits im achten
Jahr die Wiesnwache. Von Mittwoch, 26.09. bis Mittwoch,
03.10.2018, werden sie die Wiesn-Einsatzgruppen
verstärken.
Die italienischen und französischen Kollegen sind zusammen
mit den Gruppen der Festwiesenwache im Streifendienst
unterwegs. Insbesondere bei Einsatzsituationen mit
italienischen oder französisch sprechenden Gästen leisten
sie, gerade im kommunikativen Bereich, einen wertvollen
Beitrag.
Nicht zu verkennen ist auch der präventive Aspekt dieser
gemischten Streifen. Aufkommende Konflikte können oft
alleine durch die Präsenz der Kollegen verhindert oder
zumindest schnell geklärt werden.
Natürlich dienen die an ihren Uniformen deutlich erkennbaren
Kollegen insbesondere auch ihren Landsleuten als polizeiliche
Ansprechpartner bei allerlei Fragen und Anliegen.
Polizeivizepräsident Werner Feiler betont:
„Wir freuen uns, diese internationale polizeiliche
Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Italien und Frankreich
auch heuer in bewährter Form fortsetzen zu können.“

 

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