Wiesn-Bierprobe 2014: So schmeckt heuer das Wiesnbier

Wiesn-Bierprobe 2014Bei der Bierprobe im Bier- und Oktoberfestmuseum in München  haben die Braumeister ihre diesjährigen Wiesn-Biere präsentiert. Die Gäste durften schon mal probieren.

Jedes Jahr ein paar Tage vor Wiesn-Beginn lädt der “Verein Münchener Brauereien” zur Bierprobe ins Bier-und Oktoberfestmuseum. Am Dienstag war es wieder soweit. Das Münchner Kindl Maria Newrzella empfing die Gäste, die “4 Hinterberger Musikanten” sorgten für die Stimmung.

Josef Schmid war als neuer Wiesn-Chef zum ersten Mal dabei, genau wie Wiesn-Stadtrat Georg Schlagbauer.

“Die Sensorik des Bieres”
Ihre Kreationen brachten die Braumeister ins Schwärmen:
Rolf Dummert vom Hofbräu sprach vom “Ausflug in die Sensorik des Bieres – anschauen, riechen und schmecken”.

Kabarettreif war die Vorstellung von Michael Müller von Löwenbräu. Das Löwenbräu-Bier sei wie der König der Tiere, “die weiße Mähne, der Körper eindrucksvoll und die 26 Bittereinheiten hauen rein wie beim Löwen die Krallen”.

Bierprobe: Hier wird das Wiesn-Bier verkostet Andy Höflinger von Hacker Pschorr betonte, dass Hacker-Pschorr wieder einmal das dunkelste Bier gebraut habe. Für die Farbe sei das dunkle Münchner Malz zuständig. “Das Bier macht einfach Spaß, das lernt man kennen und lieben und es macht keine Kopfschmerzen”, sagte Höflinger.

Innere Ruhe durch den Hopfen.

Spaten-Braumeister Harald Stückle verglich sein Bier mit einem Besuch auf der Wiesn. “Man betrachtet das Zelt, genießt und inhaliert die leicht dezente und florale Hopfenblume.” Durch den Hopfen gibt das Spatenbier dem Genießer auch eine “innere Ruhe” so Stückle.

Christian Dahnke (Paulaner) konterte dem Löwen-Vergleich: “Als Löwe gestorben, als Bettvorleger geendet.”

Auch Werner Mayer (Augustiner) machte einen Ausflug in die Tierwelt. “Das Augustiner läuft runter wia a barfüssige Katz. Wir Brauer sind nur die Dirigenten, das Konzert spielen die sechs Millionen Hefezellen pro Hektoliter”.

Wirte-Sprecher Toni Roiderer lobte die Brauer: „So ein herrliches Bier, das ist jeden Euro wert.”

Augustiner
Farbe: Leuchtend, hell strahlendes Goldgelb
Aroma:Weiche Malzaromen gepaartmit kellerfrischen Hefenoten und blumigen Hopfentönen
Körper: weicher, aber trotzdem vollmundiger Körper
Bittere: Samtig weiche Hopfenblüte, die perfekt mit dem Körper harmoniert
Abgang: Sehr runder, weicher und geschmeidiger Abgang
Stammwürze: 13,7
Alkohol: 6,4

Hacker-Pschorr:

Farbe: Kräftig Bronzefarben
Aroma: Ausgeprägt malzaromatisch, gut ausbalanciert mit blumig anmutenden Hopfenaromen
Körper: Vollmundig und markanter Körper
Bittere: Deutliche, feinherbe Hopfenbittere
Abgang: Kräftig, malzbetontes Finale
Stammwürze: 13,7
Alkohol: 6,1

Hofbräu
Farbe: Leuchtend Bronzefarben
Aroma: An Biskuit erinnernde Malznoten, in Kombination mit citrusartigen Hopfenaromen
Körper: Markanter, malzbetonter Körper
Bittere: Gut eingebundene Hopfenbittere
Abgang: Betonte Bittere im Abgang
Stammwürze: 13,7
Alkohol: 6,3

Löwenbräu
Farbe: Kräftig goldgelb
Aroma: Kräftige Hopfenblum mit feinen Malzaromen im Geruch, Spur frischer Hefe
Körper: Voller und runder Körper, vollmundig im Trunk, begelitendem, abrundende Hopfennote
Bittere: Ausgeprägte kräftige, feinherbe Hopfenbittere
Abgang: Abgerundete Bittere im Abgang
Stammwürze: 13,8
Alkohol: 6,0

Paulaner
Farbe: Sattes Goldgelb
Aroma: Ausgewogen malz- und hopfenaromatisch, unterlegt mit sahnigen Aromanoten
Körper: Satt und rund im Körper
Bittere: Hopfenbittere ausgewogen und dezent im Hintergrund
Abgang: Voll und rund im Abgang
Stammwürze: 13,6
Alkohol: 5,9

Spaten
Farbe: goldgelb/ honigfarben
Aroma: Malznoten im Vordergrund unterlegt mit einer frisch-floralen Hopfenblume
Körper: anmutiger und abgerundeter Bierkörper mit einem augewogenen Verhältnis vonSüße und Bittere
Bittere: Gut mit dem Körper harmonierende, zartherbe und erfrischende Hopfenbittere
Abgang: Trocken im Abgang
Stammwürze: 13,8
Alkohol: 5,8