Vorläufiger Oktoberfest-Schlussbericht 2018: Sommer auf der Wiesn – Familien, Senioren und Cordula Grün

Das 185. Oktoberfest war bis zum Schluss von der Sonne verwöhnt.
Verwöhnt wurden auch die Besucher mit einer durchwegs gemütlichen und
freundlichen Atmosphäre, die zum vergnügten Feiern einlud. Im Trend
lagen Wiesnbesuche unter der Woche und verstärkt auch tagsüber. Die
Familie hat die Wiesn zurück erobert. Der „Wiesn-Stammtisch für
Seniorinnen und Senioren“, initiiert vom Seniorenbeirat der
Landeshauptstadt München in Kooperation mit den kleinen Wiesnwirten,
machte auch der Generation 60 plus wieder Lust auf das Oktoberfest.
Nach wie vor lag die Oide Wiesn, der Sehnsuchtsort der Münchnerinnen
und Münchner, hoch im Kurs.

Dirndl und Lederhose waren weiterhin angesagt. En vogue war der Mix
aus traditionellem Dirndl und flotten Turnschuhen.
Nach Schätzung der Festleitung kamen 6,3 Millionen Gäste (2015: 5,9
Millionen bei 16 Tagen; 2017: 6,2 Milllionen bei 18 Tagen) auf das
Oktoberfest. In der Gesamtbesucherzahl sind rund 500.000 Oide Wiesn-
Besucher enthalten (2015: 535.000, 2017: 480.000).

Laut der Abhebungen an den Geldautomaten auf dem Festgelände war die
ganze Welt zu Gast auf dem Oktoberfest. In den Top 10 waren Gäste aus
folgenden Ländern: USA, Großbritannien, Österreich, Frankreich, Schweiz,
Niederlande, Italien, Australien, Schweden und Belgien. Außerdem kamen
Besucher aus weiteren 57 Nationen auf das Fest der Feste: Albanien,
Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Bermuda, Brasilien, Bulgarien,
Chile, China, Dänemark, Ecuador, Estland, Finnland, Griechenland,
Guatemala, Hongkong, Indien, Irland, Island, Israel, Japan, Kanada,
Kosovo, Kroatien, Kuwait, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg,
Malta, Mauritius, Mexiko, Neuseeland, Norwegen, Oman, Polen, Portugal,
Puerto Rico, Qatar, Rumänien, Russland, San Marino, Saudi Arabien,
Serbien, Singapur, Slowakei, Slowenien, Spanien, Südafrika, Südkorea,
Taiwan, Thailand, Tschechien, Ukraine, Ungarn, Uruguay und die
Vereinigten Arabischen Emirate.

Das Wiesnpostamt vermeldet den Versand von rund 500 Postkarten pro
Tag. Masskrüge wurden vor allem nach Australien, Asien und in die USA
verschickt. Lebkuchenherzen gingen vorzugsweise nach Italien und
Österreich. Praktischerweise schickten Wiesngäste auch ihre wärmende
Kleidung per Post in die Heimat zurück.

Insgesamt sind Festleitung, Schausteller, Marktkaufleute und Wirte mit
dem Verlauf der Wiesn sehr zufrieden.

Die in den letzten Jahren stets optimierten Maßnahmen zur Sicherheit sind
eingespielt und werden „gelebt“. Die Gäste sind es mittlerweile gewohnt,
ohne großes Gepäck „unbeschwert“ auf die Wiesn zu gehen. Die durchgängige Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Ordner wurde von
allen Seiten gelobt.

Essen & Trinken
Die Wiesn-Liebe ging auch durch den Magen: Zehn Prozent plus in der
Küche vermelden die Sprecher der großen und kleinen Wiesnwirte.
Steigende Nachfrage hatten Traditionsgerichte wie Enten, Haxn,
Schweinebraten und Käsespätzle.

Die Mittagswiesn mit ihren Angeboten lockte viele Genießer nicht nur in die
Zelte, sondern auch an den Straßenverkauf und die Standl.
Dank der fast sommerlichen Temperaturen hatten die Eisverkäufer
Hochkonjunktur.

In der Ochsenbraterei wurden 124 Ochsen (2015: 114, 2017: 127)
verspeist. Die Kalbsbraterei meldet einen Verzehr von 48 Kälbern (2015:
50, 2017:59).

Die Oktoberfest-Gäste tranken nach Aussage der Brauereien insgesamt
7,5 Millionen Maß Bier (2015: 7,3 Millionen, 2017: 7,5 Millionen).
Alkoholfreie Getränke hatten ein Plus von zehn Prozent.
Her mit den Krügen!

Aufmerksame Ordner nahmen den Andenkenjägern rund 101.000
Bierkrüge in den Zelten und an den Ausgängen des Festgeländes ab.Die Schaustellerei
„Eine hervorragende Wiesn“, freuten sich die Sprecher der Schausteller.
Familiengeschäfte wie „Rund um den Tegernsee“ und „Zugspitzbahn“
waren ebenso gut besucht wie die Neuheiten. Eine Renaissance erlebten
die Schieß- und Spielbuden.

Souvenirs, Souvenirs
Magnete für Kühlschrank und Co waren nach Aussagen der
Souvenirhändler die meistverkauften Artikel und der Klassiker schlechthin.
Der Renner beim Luftballonverkauf waren eindeutig Einhörner und
Flamingos. In der Nacht leuchteten LED-Ballone den Wiesngängern den
Weg.

Der Wiesn-Hit
Die diesjähre Wiesn-Hit-Liste der Newcomer führte „Cordula Grün“ von
Josh an, gefolgt vom alten Partisanenlied „Bella Ciao“. Die Rockklassiker
wie „Sweet Caroline“ von Neil Diamond oder „Highway To Hell“ von AC/DC
begeisterten immer noch die Feierwütigen.

Die offizielle Oktoberfest-App im Aufwind
Auch im zweiten Jahr wurde die offizielle Oktoberfest App von
Wiesnbesuchern, Wiesnwirten und Standlbesitzern sehr positiv
aufgenommen. Dies zeigen die Nutzerzahlen mit über 170.000 Downloads insgesamt (Android und iOS), eine mehr als hundertprozentige Steigerung
der Downloadzahlen im Vergleich zum Vorjahr (80.000).

Aus dem Servicezentrum
Polizei
Die Polizei lobt ausdrücklich die Sicherheitspartnerschaft zwischen
Beschickern, Behörden, den Sicherheitsdiensten und dem neuen Partner
Aicher Ambulanz. (Mündlicher Bericht)

Feuerwehr
Die Branddirektion spricht von einer „normalen“ Wiesn. Die präventiven
Sicherheitsmaßnahmen und die umfangreichen Einsatzplanungen haben
sich erneut bewährt. (Mündlicher Bericht)

Sanitätsstation
Aicher Ambulanz ist mit dem Verlauf ihrer ersten Wiesn zufrieden.
(Mündlicher Bericht)

Jugendschutzstelle
Das Jugendamt betreute bis zum Wiesn-Schluss 16 Jugendliche.
Die Jugendschutzkontrollen auf dem Festgelände und in den Festzelten
ergaben keine besonderen Auffälligkeiten.Security Point
Im Rahmen der Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ stand mit
dem Security Point auf dem Oktoberfest wieder eine Anlaufstelle für
Frauen in unterschiedlichsten Notlagen auf dem Oktoberfest zur
Verfügung.

Betreut wurde dieser Service von geschulten Mitarbeiterinnen
der Initiativen AMYNA – Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch,
IMMA – Initiative Münchner Mädchenarbeit und dem Frauennotruf
München, die mit Rat und Tat hilfesuchenden Wiesn-Besucherinnen zur
Seite standen. Mit diesem spezifischen Hilfsangebot für Mädchen und
Frauen ist das Oktoberfest weltweit führend. (Eigene Pressemitteilung)

Fundstücke
Bis Wiesn-Schluss zählte das Wiesn-Fundbüro rund 2.685 Fundstücke,
darunter 840 Ausweise, 460 Geldbörsen, 350 Kleidungsstücke, 350
Smartphones und Handys, 300 Schlüssel, 140 Brillen, 130 Schmuckstücke
und Uhren, 90 Taschen, Rucksäcke und Beutel, 20 Regenschirme sowie
fünf Fotoapparate.

Als Kuriosa wurden während der zweiten Wiesn-Woche abgegeben:
Zwei Eheringe von einem Ehepaar, eine Essensbox des Lieferservices
„foodora“, ein Gebiss, ein Dokumentationsbogen für Arbeits- und
Wegeunfälle aus dem Jahr 2015, ein Laptop, ein KfZ-Kennzeichen von
München-Stadt, ein Prospektständer, eine Hundeleine, goldfarbene
Ballerinas sowie Platzierungsurkunden eines firmeninternen
Wettschießens.

Strom, Wasser, Gas
Der Stromverbrauch von 2,91 Millionen Kilowattstunden liegt bereinigt auf
16 Tage annähernd gleich mit dem Verbrauch der Wiesn von 2017. Die
höchste Tagesspitze wurde am Dienstag, 02.10., mit 13.372
Kilowattstunden um 18.45 Uhr gemessen.
Der Wasserverbrauch wird erst zum offiziellen Schlussbericht Ende des
Jahres veröffentlicht, da teilweise Hauptschächte überbaut sind.
Der Gasverbrauch mit 191.000 Kubikmeter liegt bereinigt auf 16 Tage
leicht unter den Werten von 2017. Der Verbrauch für Heizgas ist dabei um
ca. 5,6 Prozent gestiegen und der für Kochgas ist um circa 6,7 Prozent
gesunken.
Wieder einmal konnte das größte Volksfest der Welt störungsfrei von den
Energiespezialisten der SWM abgewickelt werden.

Die Wiesn-Pressestelle
Die Pressestelle zählte rund 5.714 Medienkontakte aus dem In- und
Ausland wie Australien, Brasilien, China, Dänemark, Finnland, Frankreich,
Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Kroatien, Luxemburg,
Niederlande, Österreich, Rumänien, Russland, Schweiz, Slowenien,
Südkorea, Spanien, den USA, Ungarn und der Ukraine.
Es wurden 751 Dreh- und Fotogenehmigungen an verschiedene Film- und
TV-Teams sowie Onlinedienste erteilt. 53 Pressemitteilungen wurden im
Vorfeld und während der Wiesn ausgegeben.

 

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