Stachus in München

Warum Stachus?

IMG_2692Wo heute der Kaufhof steht, an der Ecke Sonnenstraße / Bayerstraße, stand im 18. Jahrhundert ein Wirtshaus. Ab 1728 war dort ein Mathias Eustachius Föderl, genannt Eustachi, als Wirt verzeichnet. Er schenkte dort und in dem dazugehörigen Garten Bier aus. Zu seinen Ehren trug die Gastwirtschaft den Namen Stachus, und von der Gastwirtschaft wurde der Name Stachus dann auf den Platz übertragen, an dem sie lag.

Und warum war der Pfälzer Karl Theodor so unbeliebt? Zu seiner Zeit hatte Österreich einen großen Besitz im Nordwesten der Pfalz, der in etwa das Gebiet der heutigen Staaten Belgien und Luxemburg umfasste. Karl Theodor war zunächst nicht sonderlich interessiert an Bayern, und versuchte gar den ererbten Besitz mit Österreich gegen die Österreichischen Niederlande zu tauschen. Was für ein Affront gegen die Bayern! Ausgerechnet einem Preußen ist es zu verdanken, dass dieser Tausch nie zustande kam: Friedrich II. – der Alte Fritz – verhinderte letztendlich, dass Bayern ein Teil Österreichs wurde. Danke Fritz! Einige Jahre später versuchte Karl Theodor, sich mit dem Volk zu versöhnen, und schenkte den Münchnern den Englischen Garten. Vergebens: Sie sagen immer noch viel lieber Stachus als Karlsplatz.

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