Sicherheit auf dem Christkindlmarkt

Bei großen Veranstaltungen, wie auch dem Christkindlmarkt am Marienplatz, gab es in der Vergangenheit abstrakte Gefährdungserkenntnisse, die sich in den Jahren vor der Corona-Pandemie hauptsächlich auf den Bereich Islamistisch motivierter Extremismus bezogen.

Für die aktuelle Lageeinschätzung und Gefährdungsbeurteilung, die wir täglich durchführen, befinden wir uns in einem intensiven Informationsaustausch mit den nationalen Sicherheitsbehörden. Dazu analysieren und optimieren wir mit der Stadt München im Rahmen unserer bewährten Sicherheitspartnerschaft alle sinnvollen Sicherheitsmaßnahmen, um Risiken zu minimieren. Dieses Jahr werden natürlich auch Erkenntnisse und Bewertungen aus den aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten mit berücksichtigt.

Für München gibt momentan keine Erkenntnisse hinsichtlich einer konkreten Gefährdung der Christkindlmärkte! Nichtsdestotrotz fließen aber auch Vorfälle, wie die aktuellen Geschehnisse derzeitig in Köln (Festnahmen wegen Planung und Vorbereitung eines terroristisch motivierten Anschlags) in unsere aktuellen Bewertungen mit ein.

Mit dem Einsatz vieler Polizeibeamter und einem auf die Erfordernisse der Christkindlmärkte weiterentwickelten Einsatzkonzept, das sich in vielen Punkten in den letzten Jahren bereits sehr bewährt hat, werden wir die Veranstaltungen in der Vorweihnachtszeit schützen.

Die örtlich zuständige Polizeiinspektion 11 ist sowohl mit uniformierten als auch zivilen Kräften auf den zentralen innerstädtischen Christkindlmärkten unterwegs. Dabei wird sie auch von Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei, der Münchner Einsatzhundertschaften und der Taschendiebfahndung unterstützt.

Seit Jahren hat die Stadt München einen Sicherheitsdienst beauftragt, der mit Ordnerstreifen auf dem Areal unterwegs ist. Die Polizei wird bei begründeten Verdachtsfällen sowohl selektive Taschenkontrollen als auch Personenkontrollen durchführen.

Die Videoüberwachung am Marienplatz und in der Fußgängerzone während des Christkindlmarktes hat sich in den letzten Jahren sehr bewährt. Dieses Jahr werden an verschiedenen Standorten 18 Kameras angebracht. Dadurch können Sicherheitsstörungen schnell erkannt und notwendige Maßnahmen veranlasst werden.

Auch dieses Jahr stehen wir mit den zuständigen Sicherheitsbehörden in Kontakt und prüfen gegebenenfalls bauliche oder technische Maßnahmen, um die Sicherheit für die Besucher der Christkindlmärkte im Bereich des Polizeipräsidiums München zu erhöhen. Die Betonelemente, Pflanztröge und technischen Sicherungen sind eine Maßnahme des KVR, um im Umfeld von Christkindlmärkten die Sicherheit mittels baulicher Maßnahmen zu erhöhen. Die Polizei wurde in die Planungen – wie u.a. auch die Branddirektion – miteingebunden.