(Robert Tanania) Mit schwarzem Humor, satirischen Spitzen und Anleihen bei klassischen Genrefilmen zeichnen die Regisseure Tarzan und Arab Nasser ein Porträt von Freundschaft, Überlebenswillen und der politischen Enge, die jede Entscheidung prägt. Ihr Film ist zugleich Märchen, Western und düsterer Kommentar über eine Region, in der selbst das Kino zur Überlebensfrage wird.

Die Story
Im von Blockade und Willkür bestimmten Alltag Gazas geraten der unauffällige Student Yahya (Nader Abd Alhay) und der lebenslustige Osama (Majd Eid) in eine Spirale aus kleinen Deals und großer Gefahr. Was als harmloser Nebenverdienst beim Falafel-Verkauf beginnt, zieht bald die Aufmerksamkeit eines selbstherrlichen Polizisten auf sich, der ihre Geschäfte entweder ausnutzen oder zerstören will. Jahre später findet sich Yahya in einem absurden neuen Kapitel wieder: Er wird Hauptdarsteller eines Actionfilms, der mit echten Waffen und praktisch ohne Budget gedreht wird. Ein Projekt, das die brüchige Grenze zwischen Fiktion und realer Gewalt auf beunruhigende Weise verwischt.
Weitere Informationen
Regie: Tarzan und Arab Nasser
Drehbuch: Tarzan und Arab Nasser, zusammen mit Amer Nasser, Marie Legrand
Darsteller: Nader Abd Alhay, Majd Eid, Ramzi Maqdisi, Issaq Elias u.v.m.
Produktionsland: Frankreich, Palästina, Deutschland, Portugal, Katar, Jordanien, 2025
Filmlänge: 90 Min.
Genre: Tragikomödie, Thriller, Drama
Musik: Amina Bouhafa
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=b_RzLfpH-m0
