Münchner Wiesnwirte “Absage berührt uns emotional!”

Münchner Wiesnwirte "Absage berührt uns emotional!"

Mit großem Bedauern aber auch großem Verständnis haben die Münchner Wiesnwirte auf die Absage des Münchner Oktoberfestes reagiert.
„Angesichts der Tatsache, dass es wohl noch einige Zeit dauern wird, einen Impfstoff und wirksame Medikamente gegen die Lungenkrankheit Covid-19 zu entwickeln, war dieser Schritt logisch und notwendig“, sagte der Sprecher der Münchner Wiesnwirte, Peter Inselkammer. „Die Gesundheit unserer Gäste liegt uns besonders am Herzen und hat oberste Priorität.“

Schade sei es nicht nur für die vielen Münchnerinnen und Münchner, die ihre Wiesn lieben, sondern auch für die unzähligen Mitarbeiter, die sich ihren Lebensunterhalt mit dem größten Volksfest der Welt verdienen. „Für rund 10.000 Menschen ist das ein herber finanzieller Schlag“, meinte Inselkammer.

Von den diversen Alternativ-Plänen, die in der jüngsten Zeit durch die Gegend geisterten, hielten und halten die Wirte nichts. „Ein Oktoberfest light war für uns nie eine Option,“ meinte Wirtesprecher Christian Schottenhamel. „Abgesehen von den massiven Schwierigkeiten, entsprechende Kontakt-Beschränkungen zu kontrollieren, wenn Alkohol im Spiel ist, lebt doch unsere Wiesn von der Geselligkeit und vom gemeinsamen Feiern.“ Und Inselkammer ergänzt: „Alles andere hat mit dem Charakter eines Volksfestes nichts zu tun.“ Und so wird die Theresienwiese heuer leider verwaist sein.

Für viele Wirte ist das Oktoberfest ein fester Bestandteil ihres Lebens. Peter Inselkammer: „So eine Absage berührt uns vor allem auch emotional. Die Wiesn ist für uns Wirte der Höhepunkt des Jahres, das Ereignis, auf das man lange hinarbeitet. Eine echte Herzensangelegenheit!“

„Aber es kommen auch wieder bessere Zeiten“, meinte Christian Schottenhamel, „und vielleicht fällt uns allen ja gemeinsam eine Lösung ein, wie wir das Oktoberfest im nächsten Jahr gestalten können, um dem dann zu erwartenden erhöhten Ansturm zu bewältigen.“