Münchner Christkindlmarkt 2023 startet am Montag

Christkindlmarkt
Symbolfoto

Von 27. November bis 24. Dezember findet auf dem Marienplatz und den umliegenden Straßen wieder der traditionelle Münchner Christkindlmarkt statt. Er ist der älteste Weihnachtsmarkt in der Stadt, seine Anfänge liegen im 14. Jahrhundert. Insgesamt 133 Stände sind heuer auf dem Christkindlmarkt zugelassen, davon entfallen etwa die Hälfte auf den Warenverkauf. Am Montag, 27. November, um 17 Uhr eröffnet Oberbürgermeister Dieter Reiter den Markt offiziell mit dem Anleuchten des Christbaums.

Der Christkindlmarkt erstreckt sich vom Marienplatz zum Alten Peter, in die Fußgängerzone (Kaufingerstraße und Neuhauser Straße) sowie in die Sendlinger Straße und auf den Rindermarkt. Die Stände sind Montag bis Samstag von 10 bis 21 Uhr und an den Sonntagen von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Am Eröffnungstag, Montag, 27. November, beginnt der Verkauf ebenfalls um 10 Uhr. An Heiligabend, 24. Dezember, läuft der Betrieb von 10 bis 14 Uhr.
Neuer Lichterglanz
Ein neues Beleuchtungskonzept erhellt heuer von 27. November bis zum 7. Januar die Innenstadt. Lichtprojektionen auf das Sendlinger Tor und das Karlstor spielen in scharfen und unscharfen Kreisen mit den weihnachtlichen Farben Rot, Gold und Grün und schaffen eine warme, festliche Atmo- sphäre. Auf den Laternen, deren Masten zum Teil mit leuchtenden Rautennetzen ummantelt sind, funkeln unterschiedliche Sterne, die Frauenkirche, Herzen und das rote „C“ des neuen Christkindlmarkt-Logos. Insgesamt sind rund 150 Laternentopper im Einsatz, dazu 60 Rautennmäntel. Ein besonderes Highlight sind die beiden überlebensgroßen leuchtenden Schäffler-Tänzer auf Höhe des Jagd- und Fischereimuseums. Der Tanzbogen, der die beiden verbindet, bildet den idealen Fotopunkt. Zwei Sterneninseln, die zum Verweilen einladen, und vier originale Holzfässer, bestückt mit geschmückten Christbäumen, ergänzen das Lichtkonzept. Mit Beginn der Dämmerung gegen 16 Uhr werden die Laternentopper und die Rautennmäntel zusammen mit der Straßenbeleuchtung eingeschaltet. Sie leuchten bis 22 Uhr. Morgens erhellen sie ab 6 Uhr bis zum Abschalten der Straßenlaternen die winterliche Dunkelheit. Als Leuchtmittel werden ausschließlich energiesparende LEDs eingesetzt. Das Licht-Projekt wird im Bayerischen Städtebauförderungsprogramm aus dem Sonderfonds „Innenstädte beleben” mit Mitteln des Freistaats Bayern gefördert.
Neues Design für den Christkindlmarkt
Die Münchner Märkte und Feste bilden eine Markenfamilie. Nach dem Oktoberfest und der Auer Dult bekommt auch der Christkindlmarkt einen einheitlichen Markenauftritt mit Logo und Wort-Bildmarke, die das bisherige Motiv und das Logo in der Kommunikation ablösen. Die neue Wort-Bild-Marke „Christkindlmarkt München“ visualisiert durch das warme einladende Rot weihnachtliche Festlichkeit und durch die Frakturschrift die historischen und traditionellen Bezüge des Christkindlmarktes. Das Fraktur-C ist ein prägnantes und eigenständiges kalligrafisches Icon. Sein Schwung zeichnet eine Geschenkschleife nach.
Christbaum
Bis 6. Januar 2024 erleuchtet der Christbaum mit seinen rund 3.000 Kerzen den Marienplatz. Wie im vergangenen Jahr wird zum Energiesparen die Beleuchtung erst um 16 Uhr eingeschaltet. Um 23 Uhr erlöschen die Kerzen. Morgens um 6 Uhr gehen sie wieder an und leuchten bis zirka 8.15 Uhr. Die verwendete LED-Technik sorgt für Energieeffizienz.
Baumspender-Gemeinde und Partnerstädte im Prunkhof
Gespendet wurde die 25 Meter hohe serbische Fichte von der Gemeinde Königsdorf im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Wie jedes Jahr betreibt die Spendergemeinde gemeinsam mit ihren Vereinen einen Glühweinstand mit Brotzeitspezialitäten im Prunkhof des Rathauses. Ebenfalls im Prunkhof können an zwei eigenen Ständen landestypische Produkte der Partnerstädte Sapporo und Kyiv erworben werden.
Führung „Lichterglanz und Weihnachtszauber“
Beim Spaziergang über den Marienplatz erzählen die offiziellen Guides nicht nur Wissenswertes über Geschichte und Gegenwart des Christkindl- markts, sondern weihen die Gäste auch in weihnachtliche Gebräuche ein und stellen ausgewählte Stände vor. Am Ende der Tour warten Glühwein und gebrannte Mandeln. Information und Buchung unter einfach-muenchen.de/xmas.
Gute Gaben
Wie in früheren Zeiten ist der Christkindlmarkt ein Warenmarkt, auf dem man eine große Auswahl an Weihnachtsgeschenken findet. Die Marktkaufleute bieten von Christbaumschmuck über Töpferwaren und Plätzchenausstecher hochwertige Produkte an. Auch Wachsmodel, Zwetschgenmanderl, Engelshaar und Strohsterne gehören zum klassischen Angebot.
Kripperlmarkt
Auf dem Spezialmarkt für Weihnachtskrippen, dem wohl größten in Deutschland, findet man vom Laternchen bis zu den Gaben der Heiligen Drei Könige alles, was für eine echte Krippe benötigt wird, darunter auch Krippenställe in allen Größen. Die Krippen-Profis reparieren auch und führen Restaurierungen und Sonderanfertigungen aus. Bereits 1757 fand in München zum ersten Mal ein eigenständiger Krippenmarkt statt.
Apfel, Zimt und Mandelkern
Auf den Christkindlmarkt locken nicht nur Glühwein und andere Heißgetränke mit dem würzigem Duft nach Zimt und Nelken. Ob auf der Suche nach essbaren Weihnachtsgeschenken oder einem wärmenden Snack, Feinschmecker werden rund um den Marienplatz fündig. Auch wer sich für veganes Essen und Trinken entschieden hat, Diabetes hat, Gluten oder Laktose nicht verträgt, bekommt die passenden Speisen und Getränke serviert.
Adventsmusik live vom Rathausbalkon
Traditionelle Stubenmusik, Bläserensembles, Gesangsgruppen und Chöre stimmen von Sonntag bis Donnerstag, jeweils um 17.30 Uhr, live vom Rathausbalkon auf die Adventszeit ein. Jeden Donnerstag ist Musik aus aller Welt von Schweden über Italien bis Japan zu hören. Auch Soul, Jazz oder Balkanbeats bereichern das musikalische Live-Programm. Zum Abschluss des Christkindlmarkts spielen am 24. Dezember, 12 Uhr, traditionell die Grünwalder Turmbläser.
Singen unterm Christbaum
Wer lieber selbst singt, trifft sich mit Gleichgesinnten zum „Singen unterm Christbaum“ vor der Peterskirche. Ab dem 29. November, immer mittwochs, 16.30 Uhr, werden dort bei jedem Wetter eine halbe Stunde lang bayerische Advents- und Weihnachtslieder unter professioneller Anleitung gesungen. Menschen mit Handicap haben barrierefreien Zugang. Die Liedtexte werden auch in Blindenschrift und Großschrift ausgeteilt und für Gehörlose live in Gebärdensprache übersetzt. Für Hörgeschädigte liegen mobile Induktionsschleifen bereit. Assistenzhunde sind erlaubt.
Krampuslauf
Beim Krampuslauf über den Christkindlmarkt am Sonntag, 10. Dezember, 15 bis 17 Uhr, muss sich niemand vor den zotteligen Gestalten fürchten, auch wenn die Gestalten mit ihren Masken gruselig anmuten. Seit etwa 500 Jahren gibt es die Krampus-Tradition im Alpenraum. Der Brauch geht zurück auf die christlich-mythologischen Figuren des Bischofs Nikolaus und seines Begleiters Krampus.
Himmelswerkstatt
In der weihnachtlich geschmückten Ratstrinkstube dürfen sich Kinder von sechs bis zwölf Jahren mit goldenen Flügeln und schimmernden Gewändern in kleine Engel verwandel, bevor sie kreativ loslegen. Treffpunkt ist die Rathauspforte am Fischbrunnen. Die Himmelswerkstatt ist geöffnet von 30. November bis 17. Dezember. Beginn ist täglich um 14.30 und 16.30 Uhr, Dauer etwa 1,5 Stunden. Eine Anmeldung unter www.kindermuseum-muenchen.de wird empfohlen, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.
Der Kasperl auf dem Christkindlmarkt
Puppenspieler Nikolaus Zettl entführt Kinder und Erwachsene an drei Adventssonntagen (3., 10. und 17. Dezember), jeweils um 14 und 15 Uhr, in seine Kasperlwelt. Treffpunkt: Durchgang zum Rathaus-Innenhof (Prunkthof), Eingang Weinstraße. Dauer zirka 20 Minuten.
Weitere Informationen über den Christkindlmarkt wie Plan, Programm und Spezialitäten unter www.christkindlmarkt-muenchen.de.