Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl für den Karl Valentin Orden 2016 nominiert

Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl für den Karl Valentin Orden 2016 nominiertDie Münchner Gesellschaft Narrhalla e.V. nominiert die Schauspieler Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl für den Karl Valentin Orden 2016. Ihr künstlerisches Wirken beinhaltet eine große Bandbreite: Schauspieler, Musiker, Synchronsprecher, Regisseur und Drehbuchautor, aber einem Millionenpublikum sind sie unter ihren Fernsehnamen Franz Leitmayr und Ivo Batic bekannt. Als Kommissare des München-Tatort sind sie seit 25 Jahren ein erfolgreiches Paar und mit dem 72. Fall feiern sie ihre silberne Tatort-Hochzeit, die zum Jubiläum 2016 ausgestrahlt wird. Eng verbunden mit der Stadt München zeigen ihre „Tatorte” das Münchner Leben in all seinen Facetten und Veränderungen. Mit Selbstironie und den Bayern eigenen Humor lösen sie ihre Fälle. Für ihr Publikum gehören sie mittlerweile quasi schon zur Familie, zumindest für 90 Minuten Hauptsendezeit am Sonntagabend. Eine unglaubliche Wertschätzung, wie beide finden.

Nemec und Wachtveitl – zwei die sich gefunden haben. Genau wie Karl Valentin und Liesl Karlstadt verbindet die beiden eine kongenialen Zusammenarbeit und im Sinne von Karl Valentin könnte sein Zitat, leicht geändert, auf die Beiden bezogen nicht treffender sein: ,,Sie sind auf mich nicht angewiesen, sondern ich auf Sie. Merken’s Ihnen des!” Präsident Günther Grauer freut sich, die beiden Künstler im Rahmen der Narrhalla Soiree am Freitag, 22. Januar im Deutschen Theater München mit den Karl Valentin Orden auszuzeichnen.

Gemäß Stiftungsprotokoll wird der Karl-Valentin-Orden von der Münchner Gesellschaft Narrhalla alljährlich einmal an eine Persönlichkeit aus Politik, Kunst, Wissenschaft, Literatur oder Sport verliehen. Die Verleihung erfolgt für die, nach Meinung der Gesellschaft, “Humorvollste bzw. hintergründigste Bemerkung im Sinne von Karl Valentin, für eine Rede oder Handlung, für ein Zitat, welches in der Öffentlichkeit publik wurde.” Der Karl Valentin Orden wurde erstmals im Jahre 1973 anlässlich des SO-jährigen Jubiläums der Narrhalla an den Kabarettisten Werner Fink und in Folge an Victor von Bülow (Loriot), Sigi Sommer, Gerd Fröbe, Dr. h.c. F.J. Strauß, Luis Trenker, Professor August Everding, Dr. Bruno Kreisky, Sir Peter Ustinov, Hans Dietrich Genscher, Georg Lohmeier, Dr. Helmut Kohl, Ephraim Kishon, Emil Steinberger, Norbert Blüm, Rudi Carell, Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI, Aenne Burda, Prof. Peter Weck, Jürgen Möllemann, Harald Juhnke, Kurt Wilhelm, Prof. Otto Schenk, Dr. Edmund Stoiber, Maria Adorf, Senta Berger, Christian Ude, Prof. Dr. Roman Herzog, Thomas Gottschalk, Christiane Hörbiger, Prof. Dr. jur. Alfred Biolek, Fritz Wepper, Helmut Dietl, Sir Peter Jenas, Iris Berben, Dr. Günther Beckstein , Hape Kerkeling, Dr. Maria Furtwängler, Bully Herbiq, Vitali und Wladimir Klitschko, Til Schweiger, Horst Seehofer und Heino verliehen.

Kartenreservierung für die Narrhalla Soiree ab sofort unter Telefon: (089) 21553508

Miroslav Nemec (* 26. Juni 1954 in Zagreb, Jugoslawien, heute Kroatien) ist ein deutscher Schauspieler und Musiker. Seit 1991 ist er vor allem als Hauptkommissar „Ivo Batic”, Teil des Münchner Ermittlerduos Batic und Leitmayr aus der Krimireihe Tatort bekannt. Miroslav Nemec wurde in einer Familie kroatischer Herkunft als Sohn eines Bankangestellten geboren. Nach der Scheidung seiner Eltern kam er mit zwölf Jahren zu Verwandten nach Freilassing. Er besuchte das Gymnasium in Traunstein und gründete mit 15 Jahren die Schülerband Asphyxia, in der er noch heute als Leadsänger und Keyboarder mitwirkt. Am Mozarteum in Salzburg studierte Nemec Musik mit dem Schwerpunkt klassisches Klavier. 1973 nahm er die deutsche Staatsbürgerschaft an und machte schließlich seinen Abschluss als Fachlehrer für Musik. Anschließend besuchte er die Schauspielakademie in Zürich. Seit 1977 spielte er Theater, unter anderem an den Bühnen der Stadt Köln und Essen, an der Oper Frankfurt, am Münchner Volkstheater und am Bayerischen Staatsschauspiel in München. Im laufe der Zeit wandte er sich allerdings mehr und mehr der Arbeit vor der Fernsehkamera zu. So sah man ihn unter anderem in der Fernsehserie Die Wiesingers als Schwiegersohn der Münchner Brauereifamilie und in der Serie Liebling Kreuzberg als Staatsanwalt und Gegenspieler von Manfred Krug. Bei Derrick und Der Alte trat er als Bösewicht auf, wechselte schließlich die Seiten und ist seit 1991 mehrmals im Jahr als Kriminalhauptkommissar „Ivo Batic” im Tatort gemeinsam mit Udo Wachtveitl zu sehen.

Bei der Miro Nemec Band ist er Sänger, Gitarrist und Keyboarder. Mit beiden Gruppen spielt er für den Förderverein Hand-in-Hand. Diesen hat er 1994 mit einigen Kollegen für Kriegswaisenkinder in Ex-Jugoslawien ins Leben gerufen.
Miroslav Nemec hat zwei Töchter. Seit 2000 lebt er mit seiner Lebensgefährtin, die er 2013 heiratete, in München. 2011 legte er autobiografische Erzählungen unter dem Titel Miroslav – Jugoslav vor. Im Februar 2012 wurde er zum zweiten Mal Vater.
Außerdem engagiert er sich als ehrenamtlicher Botschafter der Stiftung Kinderhospiz Mitteldeutschland Nordhausen e. V. in Tambach-Dietharz, ferner ist er Mitglied im Förderkreis der Stiftung der Deutschen Polizeigewerkschaft.

Filmografie
• 1987: Nichts ist wie es ist • 1987: Dies Bildnis ist zum Morden schön • 1988: Derrick – Die Stimme • 1988: Tatort – Gebrochene Blüten (mit Götz George) • 1989: Tatort – Der Pott (mit Götz Geor- ge) • 1990: The Wonderbeats • 1991: Das serbische Mädchen • 1992: Die Zeit danach • 1992: Die Distel • 1997: Herz über Kopf • 1997: Joy Fieldings Mörderischer Sommer • 1997: Der große Lacher
• 1997: Gefangene der Liebe • 1997: Frucht der Gewalt • 1998: Das Geheimnis der Ungehorsamen • 1998: Tödliche Diamanten • 1998: Rosamunde Pilcher – Dornen im Tal der Blumen • 1999: Lieber böser Weihnachtsmann • 2000: Kein Weg zurück • 2000: Einladung zum Mord • 2001: Denninger – Der Mann mit den zwei Gesichtern • 2001: Stern der Liebe • 2002: Liebe darf alles • 2002: Verliebt auf Bermuda • Der Bestseller – Mord auf italienisch • 2003: Lottoschein ins Glück

• 2003: Ehespiele • 2003: Ich leih’ dir meinen Mann • 2004: Das unbezähmbare Herz • 2005: Brücke zum Herzen • 2006: Wenn du mich brauchst • 2007: Die Copiloten (mit Udo Wachtveitl) • 2008: Letzte Ausfahrt Weiden-Ost • 2010: Liebe ist nur ein Wort • 2010: Inga Lindström – Schatten der Vergangenheit • 2012: Kreuzfahrt ins Glück – Hochzeitsreise nach Australien • 2013: Der blinde Fleck • 2014-2015: Dr. Klein (Fernsehserie)

Tatort {KHK Ivo Batic)
• seit 1991: Tatort als KHK Ivo Batic zusammen mit Udo Wachtveitl als KHK Franz Leitmayr

Serien
• 1984: Die Wiesingers • 1994: Heimatgeschichten – Auch Erben • 1991: Stahlkammer Zürich will gelernt sein • 1994: Ohne Schein läuft nichts • 1994: Der Salzbaron • 1997: Katrin ist die Beste • 1994: Wildbach – Spionin aus Liebe • 2014: Dr. Klein • 1995: Cafe Meineid – Marilyn • 1995: Der Alte – Nichts geht mehr Gastspiele in Serien: • 1995: Inseln unter dem Wind • 1996: Dr. Schwarz und Dr. Martin – • 1985: Aktenzeichen XY … ungelöst – Fol- Herztöne ge 179, Filmfalll als Milan • 1996: Solange es die Liebe gibt • 1986: Weißblaue Geschichten – Die • 1997: Der Fahnder – Hütchenspiel Fremde • 2000: Der Alte – Die Schwestern und der • 1987: Die glückliche Familie Tod • 1988: Derrick – Die Stimme • 2000: Weißblaue Geschichten – Alles we- • 1988: Polizeiinspektion 1 – Nachtgeschäf- gen Max te • 2003: SOKO 5113 – Schatzräuber • 1989: Derrick – Die Kälte des Lebens • 2004: Das Traumschiff – Sri Lanka • 1989: Der Alte – Betriebsunfall • 2004: Kommissarin Lucas – Vertrauen bis • 1990: Jolly Joker zuletzt • 1990: Liebling Kreuzberg • 2005: Das Traumhotel – Seychellen • 1990: SOKO 5113 – Der Knastkönig • 2006: Wenn du mich brauchst • 1990: Weißblaue Geschichten – Die Tuba • 2008: Um Himmels Willen • 1993: Salzburger Nockerln • 2014: Dr. Klein • 1994: Die Notärztin • 2015: Der Staatsanwalt

Auszeichnungen:
• 1997: Goldener Löwe als „Bester Serien-Schauspieler”, gemeinsam mit Udo Wachtveitl • 2001: Bayerischer Fernsehpreis für die Tatort-Folge Kleine Diebe, zusammen mit Udo Wachtveitl und Regisseurin Vivian Naefe • 2002: Adolf-Grimme-Preis für die Tatort-Folge Im freien Fall, gemeinsam mit Alexander Adolph, Jobst Oetzmann, Silvia Koller und Udo Wachtveitl • 2007: Brisant Brillant für sein soziales Engagement • 2011: Grimme-Preis für Tatort – Nie wieder frei sein • 2011: Bayerischer Verdienstorden • 2012: Bayerischer Fernsehpreis, Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten, gemeinsam mit Udo Wachtveitl • 2013: Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste • 2014: Bayerischer Poetentaler
Udo Wachtveitl (* 21. Oktober 1958 in München-Pasing) ist ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher, Regisseur und Drehbuchautor. Bekannt ist er vor allem als „Franz Leitmayr”, Teil des Münchner Ermittlerduos Batic und Leitmayr in der ARD-Krimireihe Tatort.
Udo Wachtveitl studierte Philosophie. Sein Studium der Rechtswissenschaften brach er nach fünf Semestern ab. Bereits in den 1960er Jahren begann seine Sprecherkarriere, unter anderem als Kinderdarsteller in Folgen von Meister Eder und sein Pumuckl und Tommy und seine Freunde. Anfang der 1970er Jahre synchronisierte Wachtveitl Kinderfilme des WDR (zum Beispiel den Emil in Pan Tau). Wachtveitl ist künstlerischer Sprecher für Dokumentationen beim Bayerischen Rundfunk. Seit den 1980er Jahren tritt er als Schauspieler in Fernsehfilmen und – serien auf. Sein Kinodebüt gab Wachtveitl 1988 in der französischen Produktion Der Glückspilz unter der Regie von Claude Lelouch. Seit 1991 ist er als Hauptkommissar Franz Leitmayr an der Seite von Miroslav Nemec in den Tatort-Krimis des Bayerischen Rundfunks zu sehen. 1998 führte Wachtveitl für den Südwestrundfunk Regie bei der Verfilmung seines ersten eigenen Drehbuchs Silberdisteln mit Harald Juhnke, Heinz Schubert und Dieter Hildebrandt. Im Jahr 2000 führte er Regie bei der Filmkomödie Krieger und Liebhaber und im Dezember 2004 betätigte er sich eine Woche lang als Flensburger Stadtdenker. Als Synchronsprecher lieh er unter anderem Kevin Bacon (Der Sprung nach oben), Pierce Brosnan (Death Train), Rick Moranis (Club Paradise), Kiefer Sutherland (Die drei Musketiere), Michael Nyqvist (Wie im Himmel), Michael Winslow (Zwei Supertypen in Miami) und den Figuren Megavolt aus Darkwing Duck und Crush aus Findet Nemo seine Stimme. Außerdem synchronisierte er den Gusto in Disneys Gummibärenbande. Im Director’s Cut von Der Exorzist sprach er den Pater Karras. Seit 1998 geht er mit dem Musik- und Lesungsprogramm Mörderisches Bayern mit Texten von Robert Hültner auf Tournee. Udo Wachtveitl lebt in München-Au.
Filmografie (Auszug)
• 1972: Alpha Alpha (Fernsehserie) Episode: Ein begabtes Kind • 1979: Bretter, die die Welt bedeuten (Regie: Tom Toelle) • 1979: Die Wiesingers (Regie: Bernd Fischerauer) • 1979: Der Mann, der kein Auto mochte (Regie: Dieter Wedel) • 1981: Die Rumplhanni (Regie: Rainer Wolffhardt) • 1984: Treffer (Regie: Dominik Graf) • 1986: Zur Freiheit (Serie von Franz Xaver Bogner) • 1986: Hans im Glück (Regie: Frank Strecker) • 1986: Kampf der Tiger (Regie: Dieter Wedel) • 1988: Wilder Westen inclusive (Regie: Dieter Wedel) • 1988: Die Hexe von Köln (Regie: Armin Mueller-Stahl)
• 1990: Peterchens Mondfahrt (Synchronstimme von Regenfritz) • seit 1991: Tatort siehe Batic und Leitmayr • 1992: Bistro Bistro (Regie: Frank Strecker) • 1995: Frankie (Regie: Christoph Schrewe) • 1996: Geisterstunde (Regie: Rainer Matsutani)1 • 998: Silberdisteln (Buch und Regie) • 1999: Die Todesfahrt der MS SeaStar (Regie: Mark von Seydlitz) • 2000: Krieger und Liebhaber (Regie) • 2001: Vera Brühne (Regie: Hark Bohm) • 2002: Zwei Affären und noch mehr Kinder (Regie: Wolfram Paulus) • 2002: Weihnachten im September (Regie: Hajo Gies)
• 2003: Till Eulenspiegel (Regie: Eberhard Junkersdorf) • 2004: Mr. und Mrs. Right (Regie: Torsten C. Fischer) • 2005: Harry Potter und der Feuerkelch (Synchronstimme von James Potter) • 2006: Mozart – Ich hätte München Ehre gemacht (Regie: Bernd Fischerauer) • 2007: Die Copiloten (Regie: Thomas Jauch) • 2008: Juli mit Delphin (Regie: Thomas Freundner) • 2009: Richterin ohne Robe (Regie: Ulrich Zrenner) • 2010: Das geteilte Glück (Regie: Thomas Freundner) • 2011: Der Staatsanwalt – Amtsmissbrauch (Regie: Martin Kinkl) • 2011: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2 (Synchronstimme von James Potter) • 2012: Das Bayerische Jahrtausend (Do- ku-Serie) • 2013: Der blinde Fleck • 2013: Im Schleudergang (Fernsehserie) • 2015: Meister des Todes

Theater
• 2006: Macheath in der Dreigroschenoper am Tiroler Landestheater Innsbruck

Hörspiele
• 2006: Ludwig Lugmeier: Einundzwanzig Schuss Salut für Käpt’n Bilbo – Die Geschichte des Hugo Cyrill Kulp Baruch – Regie: Jürgen Dluzniewski (Feature – MDR) • 2006: Jörg Graser: Diridari – Regie: Robert Matejka (Hörspiel – DKultur) • 2008: Leonardo Padura: Labyrinth der Masken – Regie: Thomas Leutzbach (Hörspiel – WDR)

Auszeichnungen
• 1997: Goldener Löwe als „Bester Serien-Schauspieler”, gemeinsam mit Miroslav Nemec • 2001: Bayerischer Fernsehpreis für den Tatort Kleine Diebe (zusammen mit Miroslav Nemec) • 2002: Adolf-Grimme-Preis (Sparte Fiktion & Unterhaltung) für den Tatort Im freien Fall (mit Miroslav Nemec) • 2011: Grimme-Preis (Wettbewerb Fiktion) für den Tatort Nie wieder frei sein • 2011: Bayerischer Verdienstorden • 2012: Bayerischer Fernsehpreis, Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten gemeinsam mit Miroslav Nemec • 2014: Bayerischer Poetentaler

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