Kälteschutz für obdachlose Menschen öffnet zum 1. November

obdachlose MenschenDie Landeshauptstadt stellt im Rahmen des Kälteschutzprogramms vom 1. November bis 30. April 850 Bettplätze im Haus 12 auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne zur Verfügung. Dadurch soll sichergestellt werden, dass in den Wintermonaten niemand im Freien schlafen muss. Das Kälteschutzprogramm in der Trägerschaft des Evangelischen Hilfswerks ist vor allem ein Angebot für obdachlose Zuwanderer aus den ost- und südosteuropäischen EU-Staaten, die keine Sozialleistungen erhalten und in München keine Wohnung finden.

Das Übernachtungsangebot ist kostenlos.

Der Stadtrat hatte im Oktober über die finanziellen Mittel entschieden, die es ermöglichen, dass in dieser Winterperiode der Einweisungsschein in den Kälteschutz zugleich als Berechtigung für die Fahrt zur Bayernkaserne gilt.

Wie bei allen Unterbringungsmöglichkeiten für obdach- und wohnungslose Menschen in München wird auch das Kälteschutzprogramm durch Beratungsangebote begleitet. In der Anlaufstelle „Schiller 25“ (in der Schillerstraße 25 zwischen Hauptbahnhof und Sendlinger Tor) erhalten die Hilfesuchenden nicht nur den Einweisungsschein ins Kälteschutzprogramm, sondern auch mehrsprachige Beratung, damit das Kälteschutzprogramm nur eine Zwischenstation bleibt und den Menschen Perspektiven in München oder in ihren Heimatländern aufgezeigt werden.

Ein besonderes Augenmerk legt das Sozialreferat auf Familien mit Kindern im Kälteschutzprogramm. Für Kinder und ihre Eltern gibt es eine spezifische Beratung und auch die Einrichtung FamAra, die den Familien eine Tagesstruktur und den Kindern ein warmes Mittagessen bietet, und vom Stadtjugendamt finanziert wird. Außerdem achten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darauf, dass schulpflichtige Kinder eine Schule besuchen und sorgen für ein Frühstückspaket für die Kinder und deren Mütter am Morgen.

In Kooperation mit FamAra kann das Jugendamt seinen Schutzauftrag auch für diese Kinder in München umsetzen. Die Eltern werden hinsichtlich ihrer Perspektiven in München beraten und auch hinsichtlich der Optionen, in ihr Heimatland zurückzukehren.

Viele Münchnerinnen und Münchner machen sich in den kalten Nächten Sorgen, wenn sie obdachlose Menschen antreffen. Das Sozialreferat empfiehlt, die Betroffenen auf die Anlaufstelle „Schiller 25“ oder die Bahnhofsmission im Münchner Hauptbahnhof hinzuweisen. Eine weitere Anlaufstelle für obdachlose Menschen ist die Teestube „komm“, die telefonisch unter 77 10 84 zu erreichen ist. In Notfällen sollte die Polizei unter 110 oder
der Notruf unter der Nummer 112 verständigt werden.

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