IN DIE SONNE SCHAUEN – ab 11. September im Kino

© Studio Zentral

(Robert Tanania) Einen großen, epochalen Film hat die Regisseurin Mascha Schilinski mit IN DIE SONNE SCHAUEN geschaffen, eine Grand Tour in die feinsten Verzweigungen der Gefühlswelten dieser vier Frauen. IN DIE SONNE SCHAUEN zielt dabei auch auf unsere Gegenwart und unser sich akut veränderndes Erleben von Geschichte und dem Epochenwandel. Ein Film, der sich tief in unsere Wahrnehmung bohrt und die Sensation dort inszeniert, wo das Empfinden am Flüchtigsten ist: im schnell verblassenden Gefühl von Zeit.

Die Story

Ein abgeschiedener Vierseitenhof in der Altmark. Die Wände atmen seit über einem Jahrhundert das Leben der Menschen, die hier wohnen, ihren Geschmack, ihr Sein in der Zeit. IN DIE SONNE SCHAUEN erzählt von vier Frauen aus unterschiedlichen Epochen – Alma (Hanna Heckt, 1910er), Erika (Lea Drinda, 1940er), Angelika (Lena Urzendowsky, 1980er) und Nelly (Zoë Baier, 2020er) – deren Leben auf unheimliche Weise miteinander verwoben sind. Jede von ihnen erlebt ihre Kindheit oder Jugend auf diesem Hof, doch während sie ihre eigene Gegenwart durchstreifen, offenbaren sich ihnen Spuren der Vergangenheit – unausgesprochene Ängste, verdrängte Traumata, verschüttete Geheimnisse. Alma entdeckt, dass sie nach ihrer verstorbenen Schwester benannt wurde und glaubt, dem gleichen Schicksal folgen zu müssen. Erika verliert sich in einer gefährlichen Faszination für ihren versehrten Onkel. Angelika balanciert zwischen Todessehnsucht und Lebensgier, gefangen in einem brüchigen Familiensystem. Nelly schließlich, die in scheinbarer Geborgenheit aufwächst, wird von intensiven Träumen und der unbewussten Last der Vergangenheit heimgesucht. Als sich ein tragisches Ereignis auf dem Hof wiederholt, geraten die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart ins Wanken.

© Studio Zentral

Weitere Informationen

Regie: Mascha Schilinski

Drehbuch: Mascha Schilinski, Louise Peter

Darsteller: Lena Urzendowsky, Luise Heyer, Laeni Geiseler, Susanne Wuest, Hanna Heckt, Lea Drinda, Florian Geißelmann u.v.m.

Produktionsland: Deutschland 2025

Filmlänge: 149 Min.

Genre: Generationen-Drama, Geschichte

Musik: Michael Fiedler, Eike Hosenfeld

FSK: freigegeben ab 16 Jahren

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=OMYknnjcTv8