Freitags kommt Fisch auf den Tisch

Tüv SüdTÜV SÜD Umfrage: Was Verbrauchern beim Fischkauf wichtig ist

München. Fisch hat in der christlich-traditionellen Esskultur vor allem an Freitagen Tradition. Als wertvolle Nährstoffquelle aus den Meeren der Welt, aber auch inländischen Seen und Flüssen, ist er seit Jahrhunderten unverzichtbare Eiweißquelle in der Ernährung der Menschen. Da Fisch aber nicht gleich Fisch ist, sind die Informationsbedürfnisse der Verbraucher zu diesem Thema hoch. Die aktuelle repräsentative Umfrage von TÜV SÜD zeigt, welche freiwilligen Angaben über den Gesetzesstandard hinaus hohe Bedeutung für den Verbraucher haben.

• die Handelsbezeichnung der jeweiligen Fischart mit wissenschaftlichem Namen,
• die Produktionsmethode,
• das Fanggebiet und die Fanggeräte-Kategorie,
• ein Auftauhinweis und
• das Mindesthaltbarkeitsdatum.

Vieles wird darüber hinaus aber noch freiwillig deklariert, um die Verbraucher über die Qualität des Fisches aufzuklären. Gerade beim Fisch macht die Fülle verfügbarer Informationen auf Verpackungen, QR-Code, begleitenden Print- oder Internetinformationen den Verbrauchern den Einkauf nicht leicht. Wie die aktuelle Umfrage von TÜV SÜD ergab, interessieren sich Verbraucher für einige Kerninformationen besonders und für andere nur am Rande.

In einer TÜV SÜD Haushaltsbefragung mit 540 Befragten von Januar 2017 ergibt sich unter den abgefragten Informationen eine klare Priorität für den „Zeitpunkt des Fanges“: 66% der Teilnehmer sagen, dass dies für sie eine sehr wichtige oder wichtige Information beim Einkauf von frischem Frisch ist. Der „Nährwert des Erzeugnisses“ folgt in der Rangfolge mit 55% gleich danach. Informationen ethischer oder sozialer Art sowie konkretere Beschreibungen zu Produktionsmethode oder -technik nehmen in dieser Umfrage eine Mittelposition ein. Eher weniger wichtig sind dem Verbraucher Angaben über das Fanggerät, den Flaggenstaat des Fischereifahrzeuges oder auch die Angabe des Hafens, in dem das Erzeugnis angelandet wurde.

Lachs, Seelachs, Rotbarsch, Kabeljau, Forelle oder Karpfen sind in Deutschland die beliebtesten Fischsorten. Zeitpunkt des Fanges oder – bei Aquakulturerzeugnissen – der Entnahme sowie Informationen rund um den Nährwert des Fisches oder Fischerzeugnisses sind derzeit aber nur freiwillig zu deklarieren und deshalb nicht immer zu finden. Verbraucher bringen diese Angaben jedoch mit den Werten Frische und Gesundheit in Verbindung. Zwei Kriterien also, die den Verbrauchern als Schlüsselinformationen für die Auswahl von Fisch – aber auch von allen anderen Lebensmitteln – dienen.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.