Die Auswirkungen des Klimawandels sind besonders in den Sommermonaten auch in München deutlich spürbar. Gerade für vulnerable Personengruppen wie Kleinkinder, ältere oder vorerkrankte Menschen und Schwangere sind die zunehmend auftretenden Hitzephasen eine besondere gesundheitliche Belastung. Das Gesundheitsreferat hat daher in den vergangenen Jahren umfangreiche Maßnahmen zum gesundheitsbezogenen Schutz der Bevölkerung vor Hitze ergriffen und diese bei Bedarf angepasst und weiterentwickelt. Über den aktuellen Stand der Maßnahmen hat das Gesundheitsreferat dem Gesundheitsausschuss des Stadtrats nun in seiner Sitzung berichtet.
Bürgermeisterin Verena Dietl: „Hitze darf nicht krank machen oder gar Leben bedrohen. Dennoch sind wir zunehmend mit Temperaturrekorden und Extremwetterereignissen konfrontiert. Jeder Einzelne von uns ist daher gefordert, geeignete Hitzeschutzmaßnahmen zu ergreifen. Als Stadt stehen wir aber in der Pflicht, die Menschen bei dem Thema zu sensibilisieren und rechtzeitig über Hitzeereignisse sowie mögliche Hilfsmaßnahmen zu informieren. Gerade was den Schutz von Risikogruppen angeht, stehen wir dabei in einer besonderen Verantwortung. Die Etablierung des Hitzewarnsystem sowie des Onlineangebots zum Ausweis kühler Orte in München waren wichtige Eckpfeiler. Bei der Reduzierung der gesundheitlichen Auswirkungen durch Hitze stellen die Maßnahmen des Gesundheitsreferats dabei einen wichtigen Baustein in der städtischen Gesamtstrategie dar.“
Dr. Susanne Herrmann, stellvertretende Gesundheitsreferentin: „Das vom Gesundheitsreferat geschnürte Maßnahmenpaket soll alle Münchner*innen vor den gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels schützen, vor allem diejenigen, die in Hitzephasen besonders zu kämpfen haben, wie Menschen mit Vorerkrankungen, ältere Menschen, Schwangere und Kleinkinder. Die Karte kühler Orte ist ein wichtiges Angebot in unserem Hitzeschutzkonzept und ich freue mich deshalb, dass es gelungen ist, sie auch um einige Kultureinrichtungen zu erweitern.“
In der vergangenen Saison hat das Gesundheitsreferat seine Maßnahmen auch im Bereich aufsuchende Informationsarbeit ausgeweitet und Informationsveranstaltungen für verschiedene Zielgruppen etwa in Kooperation mit Alten- und Servicezentren, der Münchner Volkshochschule oder Familientreffs angeboten. Für die Modellregion Moosach wurde in der Saison 2025 ein Hitzeleitfaden erstellt und ein digitales Hitze-Kit für Fachkräfte entwickelt. Außerdem fanden in diesem Stadtteil Schulungen für Multiplikator*innen statt. Auch bei stadtweiten Veranstaltungen wie dem Münchner Sportfestival oder dem Tag der Daseinsvorsorge war das GSR wieder mit Informationsangeboten für die Münchner*innen aktiv. Zudem wurde das Hitzewarnsystem, das sich an Einrichtungen mit vulnerablem Klientel richtet, fortgeführt und es wurden weitere Multiplikatoren aufgenommen. Informationen und zielgruppengerechte Verhaltenstipps hält das Gesundheitsreferat unter muenchen.de/hitze vor. Die Karte kühler Orte kann unter https://geoportal.muenchen.de/portal/kuehle_orte abgerufen werden.
Quelle: Rathaus Umschau 40 / 2026, veröffentlicht am 27.02.2026
