Fasching in Dachau abgesagt FG Dachau zieht wegen Infektionszahlen und Regelungen die Reißleine

Quelle: FG Dachau
Dachau – Der Fasching ist abgesagt. Erneut. Zumindest hat das die Faschingsgesellschaft Dachau für sich entschieden: Grund ist vor allem die 2G- beziehungsweise 3Gplus-Regel, welche mit der Intensivbetten-Ampel einhergeht.

Die erste Veranstaltung für die Faschingssaison 2021/2022 wäre die Proklamation am 20. November gewesen. Doch ungeimpfte Schüler über zwölf Jahren hätten je nach Ampelstatus gar nicht oder nur mit gültigem PCR-Test kommen können. „Etwa Zweidrittel unserer Tänzer sind über zwölf Jahre alt und noch nicht alle haben den vollen Impfschutz“, berichtet Vorsitzende Michaela Zachmann.

So wäre eine Show nicht möglich gewesen – oder nur unter Ausschluss dieser Kinder. Auch das Training war vor der Sondergenehmigung von Markus Söder, die erst seit Mittwoch gilt, für Schüler über zwölf ohne PCR-Test nicht möglich. „Wir können den Eltern nicht zumuten, vor jeder Veranstaltung einen teuren PCR-Test für ihre Kinder machen zu lassen“, ergänzt Zachmann. Ungeachtet dieser Regelung beobachte man im Vorstand die Infektionszahlen genau, welche heuer sogar höher als im vergangenen Jahr vor der Faschingsabsage sind.

Diese hohen Zahlen habe den Verein zusätzlich verunsichert. „Uns war schon im letzten Jahr die Gesundheit aller am wichtigsten“, sagt Zachmann. “Auch heuer wollen wir die Saison nicht auf Biegen und Brechen durchziehen – lieber ziehen wir vorher die Reißleine“, ergänzt sie. Natürlich seien die Proben bis hier her nun umsonst gewesen, doch konzentriere man sich auf die gute Zeit, die man dabei hatte und überlegt sich nun, wie auch in der  vergangenen Saison, alternative Aktionen.

Ist ein Outdoor-Kinderball möglich? Können wir einen Tanzabend für Senioren ohne Auftritte organisieren? Wie können wir unsere Aktiven beschäftigen und weiterhin motivieren? Das sind Fragen, die sich der Vorstand die nächste Zeit stellen wird. „Vor allem die Kinder sind von der Absage sehr enttäuscht“, weiß Zachmann und fügt an: „Das tut mir auch im Herzen weh“.