Bei überwiegend sonnigem und mildem Spätsommerwetter herrschte in der ersten Festwoche eine fröhliche und friedliche Stimmung auf der Theresienwiese. Die Gäste genossen die Festzelte, die Fahrgeschäfte und die ausgelassene Atmosphäre. Überschattet wurde das Oktoberfest von dem tödlichen Unfall am Hangover eines Mitarbeiters, der die Wiesn Familie mit großer Bestürzung und Trauer erfüllt.
Nach Schätzung der Festleitung kommen bis einschließlich Sonntag 3,8 Millionen Gäste (2025: 3,5 Millionen) auf die Theresienwiese. Die Besucherzahlen für die Oide Wiesn werden erst zur Schluss-Pressekonferenz vorliegen. Insgesamt war der Besucherstrom am ersten Wochenende etwas weniger intensiv als im Vorjahr, dafür kamen deutlich mehr Gäste unter der Woche (Montag bis einschließlich Donnerstag +18,5 Prozent). Dies zeigt, dass unsere Besucherlenkungs-Kampagne „How to Wiesn“, unter anderem mit dem Appell, die Wiesn unter der Woche zu besuchen, Erfolg gezeigt hat. Der Bierabsatz liegt zur Halbzeit etwas unter dem Vorjahresniveau.
Die Sprecher der kleinen Wiesnzelte und großen Wiesnwirte berichten von einer sehr schönen Feierstimmung. Durch das schöne Wetter waren die Biergärten sehr gut besetzt, was wiederum dem Druck von den Zelten nahm. So mussten die Festzelte in der ersten Woche nur punktuell geschlossen werden. Von Montag bis Donnerstag gab es immer wieder freie Plätze in den Festzelten. So hatten die Gäste die Gelegenheit, von Zelt zu Zelt zu ziehen und zwischendurch auch eine Runde im Schaustellerbereich zu drehen.
Bei ihrem Besuch im Zelt wussten die Gäste Qualität zu schätzen und gönnten sich mit Genuss das Erlebnis, auf der Wiesn zu essen und zu trinken. Die Nachfrage zu Angeboten an vegetarischen und veganen Gerichten verzeichnete ein leichtes Plus. Der vegetarische Dauerbrenner sind die Kässpatzen. Klassiker bleiben Bratwürste und das halbe Hendl.
Der Verein der Münchner Brauereien meldet, dass der Konsum von Festbier leicht rückläufig (-1,4 Prozent) ist. Dagegen gab es beim Verbrauch von alkoholfreiem Bier eine Steigerung von 4,5 Prozent. Neu in diesem Jahr ist der Trend zum sauren Radler. Die teils sommerlichen Temperaturen verstärkten die Lust auf Weißbier (+15 Prozent).
Die Stimmung der Festgäste entsprach der überwiegend heiteren Witterung. Das buntgemischte Publikum, überwiegend in sein schönstes Trachtenoutfit gekleidet, flanierte glückselig über das Festgelände, naschte unter anderem gebrannte Mandeln und testete die verschiedenen Fahrgeschäfte. Gerade die ausländischen Besucher*innen fotografierten entzückt, alles, was ihnen vor das Handy kam. Auf der Oidn Wiesn kamen die ersten Gäste schon sehr früh. Besonders unter der Woche wuselte es vor Kindern mit ihren Familien, ihrem Kindergarten oder ihrer Schulklasse. Der Familientag wurde wieder sehr gut angenommen.
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