Die bestmögliche Show – Kaltenberger Ritterturnier

mymuenchen/H. Swoboda

Wenn am Samstag, den 11. Juli 2026, in der Arena auf Schloss Kaltenberg die erste Turniershow geritten wird, fügen sich hunderte Kreativ- und Trainingsstunden zu einem unvergesslichen Spektakel. Wir sprachen mit Janne Geest (Choreografin), Frédéric Laforêt (Stunt-Regie) und Thomas Limpinsel (Autor) über die neue Show „Der Sohn des Schwarzen Ritters“.

Tausende Augen sind auf das Rund der Arena gerichtet. Fahnenschwinger zeigen ihre Kunst. Die meterhoch fliegenden Fahnen sind ein anmutiges Vorspiel für das Spektakel, das gleich folgen wird und auf das alle gebannt warten: die Ritterturniershow in der Arena. Sie ist
der Höhepunkt des Turniertages auf Schloss Kaltenberg. In der Show erlebt das Publikum hautnah, wie die Ritter in vollem Galopp ihre Tjost reiten. Lanzen bersten. Ritter stürzen in den Arenasand. Bei der Voltige ding hält es vor allem Kinder kaum noch auf ihren Sitzen. Ein
Mann, der auf einem galoppierenden Pferd steht? Mama, siehst du das auch?

Zu den besonderen Qualitäten des Kaltenberger Ritterturniers gehört, dass die Macher jedes Jahr hunderte Kreativ- und Trainingsstunden aufwenden, um eine neue Inszenierung auf die Beine zu stellen. Der „Sohn des Schwarzen Ritters“ heißt die Show in diesem Jahr. Held der
Geschichte ist der junge Albrecht. Er wächst behütet am Hof von Schloss Kaltenberg auf. Doch die Boshaftigkeit der Herrscherin Magdalenen führt zum Bruch Albrechts mit dem Hof. Sein Kampf für die Unterdrückten des Landes führt ihn schließlich zu einer finalen
Auseinandersetzung gegen niemand Geringeren als den Schwarzen Ritter … Doch der ist Teil eines dunklen Familiengeheimnisses, das Albrecht umweht.

Entwickelt wurde die Geschichte wieder von Thomas Limpinsel. Der Schauspieler und Autor – unter anderem vom Derblecken auf dem Nockherberg bekannt – liefert seit Jahren die Vorlage für das Drehbuch der Show. An der Story wird anschließend wochenlang mit den
anderen im Kreativteam weitergearbeitet. „In der Regel ist das erste Skript viel zu lang“, lacht Limpinsel. „Wir schöpfen bei der Story aber lieber gerne aus dem Vollen.“ Das Kürzen von Szenen sei leichter, als sich im Kreativprozess neue hinzuzudenken. Dass es dabei auch
manche Lieblingspassagen von ihm nicht in die Show schaffen, gehört dazu. Was zählt, sei das Endergebnis, nicht das Ego.

Das sieht der heutige Stunt-Regisseur Frédéric Laforêt ebenso. „Ich liebe unser internationales Team.“ Laforêt ist seit mehr als 20 Jahren auf Schloss Kaltenberg dabei. Jahrelang feierte ihn das Publikum in der Rolle des Schwarzen Ritters. „Ich habe hier meine schönsten Erfahrungen als Ritter und als Show-Künstler erlebt.“ Dafür mitverantwortlich sei auch die einzigartige Location: „Kaltenberg ist ein echter, historischer Ort. Die Arena ist einfach riesig und wunderschön. Sie verdient eine Show auf höchstem Niveau.“ Die Entwicklung der Show sei daher jedes Jahr eine riesige Herausforderung. Schließlich müssen mehr als 250 Darsteller – Profis und Laien – koordiniert werden.

Dafür, dass jeder der Akteure weiß, wo genau er wann zu stehen hat, ist unter anderem Janne Geest mitverantwortlich. Die Choreografin kam vor sechs Jahren mit Regisseur Alexander May ins Kreativteam. Sie ist verantwortlich für die Choreographie der Handlung –
ob das nun Feste, Märsche oder Traumsequenzen sind. „Sobald ich ein Drehbuch lese, denke ich in Bildern“, erzählt die Schauspielerin und Choreografin, die auch schon große Opern oder Stadioneröffnungen mit bis zu 700 Menschen auf dem Rasen inszeniert hat. „In
den ersten Jahren haben wir vor allem mit den Laien sehr viel Basisarbeit gemacht, um die Show auf das nächste Level zu heben.“ Klare und einheitliche Kommandos. Abgestimmte Bewegungsabläufe. Das Ergebnis? „Alexander, Janne und Thomas Limpinsel haben in den
letzten Jahren eine theatralische und choreografische Dramaturgie eingebracht, die zu noch mehr Spektakel und Tiefe geführt hat.“, findet Frédéric Laforêt. Und wenn man die Reaktionen des Publikums in der Arena erlebt, geht es den Zuschauern auf den Rängen
genauso.

Die heimlichen Stars der Ritterturniershow auf Schloss Kaltenberg sind jedoch die Pferde. Und die lieben ihre Auftritte: „Pferde sind verspielt. Sie haben Spaß daran Neues zu sehen und sich bei den Shows – besonders beim Ritterturnier und bei der Voltige – auszutoben“,
erklärt Frédéric Laforêt. Die Belastung für die Tiere werde dabei lange im Voraus berechnet. „Fordert eine Rolle viel Arbeit auf dem Pferd, teile ich sie auf mehrere Pferde auf.“ Überhaupt stehe das Tierwohl an erster Stelle. Auch hinter den Kulissen, wo die Tiere bestens umsorgt
werden.

Worauf darf sich das Publikum in diesem Jahr eigentlich besonders freuen? Thomas Limpinsel überlegt ein wenig. „Ohne zu viel von der Geschichte zu verraten: Es gibt diesmal eine atemberaubende Sturm-Szene. Wenn ich daran denke, packt es mich gleich wieder. Da
hat Janne sich etwas Großartiges einfallen lassen.“ Wer wissen will, was genau es mit dieser Szene auf sich hat, muss das Spektakel auf Schloss Kaltenberg selbst erleben. Und gemeinsam mit tausend anderen Menschen seine Augen gebannt auf das Rund der Arena
richten.

Weitere Infos unter folgenden Link: https://www.ritterturnier.de/

Weitere Bilder unter folgenden Link: https://www.helmut-swoboda.de/kaltenberger-ritterturnier-am-11-7-2026/