Das war der Münchner Brauertag 2026

mymuenchen/H, Swoboda

Brauertag 2026: Ritterschlag von Dr. Christian Scharpf – Traditionelle Freisprechung von 32 Jungbrauern und riesiges Fest auf dem Marienplatz

Am Samstag, 20. Juni 2026, veranstalteten die Münchner Traditionsbrauereien auf dem Marienplatz den Münchner Brauertag 2026. Alle zwei Jahre feiert die Stadt dieses historische Fest, um die im Mittelalter begründete Zunft- und Stadttradition lebendig weiterzuführen.
Im Mittelpunkt des Ehrentages standen in diesem Jahr insgesamt 32 fertig ausgebildete Jungbrauerinnen und Jungbrauer der Jahrgänge 2025 und 2026, die nach erfolgreich bestandener Lehrzeit offiziell in den Gesellenstand erhoben wurden.

„Als Bierstadt von Weltrang genießt München einen Ruf, der weit über die Landesgrenzen hinausreicht.“  Sagte Dr. Martin Leibhard, 1. Vorsitzender des Vereins Münchener Brauereien.

Prächtiger Festzug, Schäfflertanz und der Eid auf das Reinheitsgebot
Der Festtag begann bereits am Morgen ab 08:30 Uhr mit der Präsentation der historischen Zunftaltertümer auf dem Marienplatz. Nach dem Festgottesdienst in der Peterskirche zog ab ca. 10:30 Uhr der prächtige Festzug durch die Innenstadt. Angeführt vom Münchner Kindl Sina Hochreiter und den prachtvoll geschmückten Gespannen der Traditionsbrauereien, wurde der Zug von zahlreichen Musik- und Brauchtumsgruppen begleitet. Mit dabei waren die Spitzen und Braumeister der Münchner Traditionsbetriebe: Dr. Martin Leibhard und Andreas Brunner (Augustiner), Georg Baudrexl und Max Mirlach (Hacker-Pschorr), Dr. Jörg Lehmann und Rolf Dummert (Hofbräu München), Dieter Krause und Maximilian Hübner (Löwenbräu), Reinhard Kastl und Christian Dahncke (Paulaner) sowie Bernd Kräußel und Thomas Kreutz (Spaten).
Gegen 11:15 Uhr startete der feierliche Festakt auf dem voll besetzten Marienplatz. Neben dem legendären Schäfflertanz bildete die Freischlagungszeremonie den absoluten Höhepunkt. Wie bei einem Ritterschlag ließ Wirtschaftsreferent Dr. Christian Scharpf die hölzerne Ferula – das traditionelle Zunftzeichen der Brauer – auf die Schultern der 32 Absolventinnen und Absolventen niedersinken. Direkt im Anschluss erneuerten die Brauereien gemeinsam den historischen Eid auf das Münchner Reinheitsgebot von 1487.

„Gemeinsam mit allen Münchnerinnen und Münchnern lassen wir unsere einzigartige Bierkultur hochleben!“ Sagte Andreas Maisberger, Geschäftsführer des Vereins Münchener Brauereien

Ehrung der besten Nachwuchsbrauer Münchens
Ein besonderer Moment des Festaktes war die feierliche Auszeichnung der jahrgangsbesten Nachwuchstalente, die hervorragende Leistungen in ihrer Ausbildung gezeigt hatten. Als beste Nachwuchsbrauerinnen und -brauer Münchens wurden geehrt:
1. Platz: Benedict Hilaire (Spaten)
2. Platz: Rebecca Streicher (Augustiner)
3. Platz: Rebecca Stüttem (Paulaner)

Ein Fest für die Bürger: 3.000 Liter Freibier und die Wirtshaus-Aktion
Nach dem offiziellen Akt wurde die tiefe Verbundenheit zwischen dem Brauhandwerk und den Bürgern gebührend gefeiert. Ab ca. 12:30 Uhr hieß es „O’zapft is!“ beim großen Freibieranstich.

Wer nach dem Festakt auf dem Marienplatz in den Gaststätten weiterfeierte, auf den wartete bei den teilnehmenden Wirtshäusern der Münchner Innenstadtwirte die exklusive Aktion „Sechs Richtige!“: Gäste, die fünf Halbe Bier bestellten, bekamen die 6. Halbe als Freibier
serviert und erhielten zusätzlich den streng limitierten Aktionskrug als bleibende Erinnerung für zu Hause geschenkt.

Münchner Bier bewies am gestrigen Tag einmal mehr, dass es weit mehr als ein Getränk ist – es ist ein weltweit geschätztes Stück Lebensart, das tief in der Geschichte der Stadt verwurzelt bleibt.

Weitere Fotos unter folgednen Link: https://www.helmut-swoboda.de/muenchner-brauertag-2026/