Carbonbeton: Innovativer Werkstoff wird im Deutschen Museum präsentiert

CarbonbetonNeues Modul in der Ausstellung „Deutscher Zukunftspreis“ Mit Carbonbeton kann man nicht nur Brücken und Häuser bauen – sondern auch Ausstellungen. In der Ausstellung „Deutscher Zukunftspreis“ im Deutschen Museum steht seit heute ein Modul, das die letztjährigen Preisträger ehrt – und aus dem innovativen Baustoff Carbonbeton gefertigt ist.
Kuratorin Sabine Gerber: „Das ist eine Premiere in der Ausstellung. Wir haben zum ersten Mal ein Modul aus einem anderen Werkstoff gefertigt – natürlich auch, um zu zeigen, welche vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten Carbonbeton bietet und wie filigran man damit bauen kann.“ Sogar die Tasten an der Medienstation sind aus diesem Material. Das Modul fällt in der Ausstellung auf – es hat eine etwas andere Farbe und Oberflächenstruktur als die anderen Module aus Metall.

Bundespräsident Joachim Gauck hatte 2016 Prof. Manfred Curbach, Prof. Chokri Cherif und Prof. Peter Offermann von der Technischen Universität Dresden mit dem Deutschen Zukunftspreis für ihr Projekt „Das faszinierende Material Carbonbeton – sparsam, schonend, schön“ ausgezeichnet. Der neue Verbundwerkstoff bietet vor allem Architekten und Designern neue Möglichkeiten bei der Entwicklung von leichten Strukturen mit besonders günstigen statischen Eigenschaften. Mit dem Einsatz von Carbonbeton erreicht man eine höhere Lebensdauer von Bauwerken, und sorgt zudem für einen geringeren Ressourcenverbrauch und weniger CO2-Emissionen. Mit dem neuartigen Baustoff lassen sich rund 75 Prozent des Materials einsparen – was angesichts eines weltweiten Betonverbrauchs von fünf Milliarden Kubikmetern ein erhebliches Potenzial hat.

Und nicht zuletzt liefert das Modul in der Ausstellung im Deutschen Museum den Beweis dafür, dass mit diesem innovativen Baustoff gestalterisch und konstruktiv sehr anspruchsvolle Formen umgesetzt werden können.

Das neue Modul besteht aus vier Teilen: In einer Vitrine werden verschiedene Verbundwerkstoffe gezeigt – hier wird auch deutlich, warum man mit Carbonbeton erheblich effizienter bauen kann als mit herkömmlichem Stahlbeton. An einer Medienstation werden die drei Preisträger vorgestellt, ihre Ideen und die Möglichkeiten des Materials. Ein Modell zeigt, wie eine „Stadt der Zukunft“, gestaltet mit diesen Möglichkeiten, aussehen könnte. Umgesetzt wurde diese Vision vom renommierten Münchner Architekturbüro Henn. Eine weitere Medienstation zeigt die Herstellung und Verwendung von Carbonbeton – und die Besucher können sich auch anschauen, wie das Modul gegossen worden ist.

Generaldirektor Wolfgang M. Heckl: „Wir sind stolz darauf, diesen innovativen Baustoff und seine faszinierenden Möglichkeiten jetzt im Deutschen Museum zeigen zu können. Für die Zukunft könnte ich mir vorstellen, dass wir das Material nicht nur in unserer Ausstellung zeigen, sondern auch bei der Sanierung unserer Museumsgebäude verwenden können.“ Zudem hebt Heckl die große Bedeutung der Ausstellung für das Deutsche Museum hervor: „Mit dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten haben wir hier immer wieder die Chance,unseren Besuchern neueste Erfindungen und Technologien zu zeigen – von der Entdeckung bis zur Marktreife.“

„Aus Ideen Erfolge machen. Für die Menschen. Für das Land.“ – Diesem Gedanken folgen die Arbeiten der Preisträger, die in der Dauerausstellung zum Deutschen Zukunftspreis seit Ende 2006 im Deutschen Museum in München zu sehen sind. Die Präsentation von jeweils zehn der preisgekrönten Projekte zeigt die wissenschaftliche Exzellenz und nachhaltige Wirkung der jeweiligen Innovation. Die Ausstellung stellt die beteiligten Forscher und Entwickler als Persönlichkeiten und Vorbilder dar, deren Leistungen in der „Hall of Fame“ gewürdigt werden.

 

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