Biergärten München

BierDie Tradition der Münchner Biergärten geht zurück bis ins 16. Jahrhundert. Damals braute man das Bier nur in den Wintermonaten von September bis April und benötigte eine Kühlmöglichkeit, um das Bier über den Sommer zu bringen. Also wurden über den Bierkellern Bäume gepflanzt, Kastanienbäume, die durch ihren Schatten zur Kühlung der Keller beitragen sollten. Ok, das ist weithin bekannt.

Aber wieso kann man in den Münchner Biergärten sein eigenes Essen mitbringen und dort ungeniert picknicken? Das findet man sonst nirgends in Deutschland.

Auch dieser Umstand geht bis in diese frühe Zeit zurück. Die Bierbrauereien kamen damals schon auf die Idee, unter den schattigen Kastanien Tische und Stühle/Bänke aufzustellen und ihr Bier selbst auszuschenken. Dazu wurden auch Speisen angeboten. Das paßte den Wirtsleuten überhaupt nicht, sie haben protestiert, bis ein Verbot, Speisen im Biergarten anzubieten, erlassen wurde. Man mußte also eigenes Essen mitbringen, wenn man hungrig war.

Dieses Verbot gibt es heute nicht mehr, es werden zahlreiche deftige Speisen angeboten, wie Spare Ribs, Hendl, Würstl, Obazda, Steaks, Steckerlfisch, Süßspeisen wie Kaiserschmarn oder Auszogne und natürlich Brezn!

Die Tradition Essen mitbringen und lediglich die Getränke im Biergarten zu erstehen, erfreut sich großer Beliebtheit und bleibt hoffentlich erhalten.

Viel Spaß beim Besuch der einzelnen Biergärten, in denen für Kinder auch immer mehr geboten wird.

Biergärten in der Übersicht