Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner besucht Nachtbaustelle an der A 995/A 8

Aigner besucht Nachtbaustelle an der A 995/A 8 Bayern hat bundesweit mit den höchsten Anteil an Nachtbaustellen auf Autobahnen. Verkehrsministerin Ilse Aigner hat jetzt eine dieser Baustellen am Übergang der A 995 zur A 8 besucht.“Wir bauen unsere Straßen schnell und zuverlässig.”

Bayern hat bundesweit mit den höchsten Anteil an Nachtbaustellen auf Autobahnen. Verkehrsministerin Ilse Aigner hat jetzt eine dieser Baustellen am Übergang der A 995 zur A 8 besucht. „Unser Ziel ist es, die Verkehrsbehinderungen möglichst gering zu halten“, betonte Aigner. „Deswegen legen wir in Bayern erstens Wert darauf, die Anzahl der Fahrstreifen während der Bauzeit beizubehalten. Zum anderen arbeiten wir auch in der Nacht.“ Die Bauzeit und damit die Dauer der Verkehrsbeeinträchtigungen könne so gegenüber einem reinen Tageslichtbetrieb um bis zu 20 Prozent verkürzt werden. Demgegenüber stehen etwa um ein Viertel höhere Baukosten.

Diese Nachtbaustellen sind zeitlich sehr eng getaktet und bedeuten einen hohen logistischen und personellen Aufwand. Ein Beispiel: Großfräsen fräsen die alte Fahrbahn in kürzester Zeit ab, anschließend bauen Asphaltfertiger die neue Fahrbahn ein. Dann wird noch die Fahrbahnmarkierung aufgebracht, damit am nächsten Morgen der Verkehr wieder rollen kann.

Bei Arbeitsstellen kürzerer Dauer (Arbeiten innerhalb von 24 Stunden wie die Beseitigung von Fahrbahnschäden, Reinigung, Tunnelwartung, Einhub von Verkehrszeichenbrücken) werden Nachtbaustellen eingerichtet, wenn die tagsüber vorhandenen verkehrsschwachen Zeiten nicht ausreichen und die Arbeiten bei Dunkelheit durchführbar sind. Dies ist vor allem bei viel befahrenen Autobahnen der Fall.

Im Ballungsraum München werden bis zu 50 Prozent der Arbeiten nachts durchgeführt.

Bei Arbeitsstellen längerer Dauer (Arbeiten über mehr als 24 Stunden) wird in Bayern unter voller Ausnutzung des Tageslichts gearbeitet – auch samstags. Wenn erhebliche Verkehrsstörungen zu erwarten sind, wird darüber hinaus geprüft, ob zur weiteren Bauzeitverkürzung eine Ausweitung der Arbeitszeit über die Nacht bautechnologisch machbar und vom Bauablauf her sinnvoll ist.

Da Beschleunigungsmaßnahmen wie Nachtarbeit zusätzliches Geld kosten, ist dabei stets abzuwägen zwischen den Mehrkosten und den zu vermeidenden Verkehrsbeeinträchtigungen.

Bei den Autobahnhauptstrecken in den Ballungsräumen ist es meist der Fall, dass die eingesparten Staukosten die Mehrkosten der Nachtarbeit rechtfertigen.

Neben der Wirtschaftlichkeit sind auch mögliche Belastungen der anliegenden Wohnbebauung (Baustellenlärm, Transportbewegungen durch Erd- und Mischguttransport) und die Anforderungen des Arbeitsschutzes zu berücksichtigen.

Die Frage ist auch, ob seitens der Bauwirtschaft die personellen Kapazitäten für länger andauernde “Rund-um-die-Uhr-Baustellen“ vorhanden sind.

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