Urlaub am Mittelmeer bedeutet für viele Sonne, Strand – und aktuell auch Verunsicherung. Berichte über Haie, Feuerfische oder Kugelfische sorgen für Schlagzeilen. Doch wie gefährlich sind die Tiere wirklich? Passend zu den Themenwochen „Wahrheit oder Mythos – Entdecke die Welt der Haie“ (1. August bis 14. September) zeigt das SEA LIFE München, warum viele Meeresbewohner zu Unrecht einen schlechten Ruf haben. Statt Angst stehen Wissen, Faszination und Artenschutz im Mittelpunkt.
München, August 2026: Haie gelten seit Jahrzehnten als blutrünstige Killer. Tatsächlich sind weltweit deutlich mehr Haiarten bedroht als für Menschen gefährlich. Allein im Mittelmeer sind von etwa 80 Hai- und Rochenarten über 60% bedroht! Auch Rochen, Muränen, Feuerfische oder Quallen greifen Menschen nicht gezielt an. Kommt es zu Verletzungen, geschieht das fast immer zur Verteidigung oder weil die Tiere überrascht werden. „Wir Menschen sind Gäste im Lebensraum der Meeresbewohner“, erklärt Serdar Karagöz, Kurator im SEA LIFE München. „Wer Abstand hält und Tiere nicht bedrängt, muss vor den allermeisten Begegnungen keine Angst haben. Jedes einzelne Tier erfüllt eine wichtige Aufgabe im Ökosystem Meer.“
Haie und Rochen halten Fischbestände gesund, da sie kranke und alte Tiere fressen und stabilisieren damit ganze Ökosysteme. Aber auch kleinere Arten wie der Seeigel sind unentbehrlich. Sie halten beispielsweise Algen in Schach und sorgen dafür, dass Korallen und junge Pflanzen genügend Licht erhalten. Feuerwürmer ernähren sich von Aas und reinigen so den Meeresboden. Quallen sind wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Fischarten oder auch Meeresschildkröten.
Wenn exotische Arten wie Feuerfische oder Kugelfische im Mittelmeer auftauchen, sorgen sie schnell für Schlagzeilen. Tatsächlich verändert der Klimawandel die Artenzusammensetzung im Mittelmeer. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Badegäste in Gefahr sind. Viel wichtiger ist ein respektvoller Umgang mit der Natur. „Meist reicht gesunder Menschenverstand. Wenn ich auf Besuch bei Freunden bin, fasse ich denen ja auch nicht an die Nase oder durchwühle ihre Schränke. Ich würde immer die Augen offenhalten, möglichst nichts anfassen, nur tagsüber baden gehen und notfalls Badeschuhe anziehen, da sich manche Tiere auch im Sand vergraben“, empfiehlt Serdar Karagöz.
Wer die faszinierende Unterwasserwelt ohne Sonnenbrand, Salzwasser oder unerwartete Begegnungen entdecken möchte, kann dies im SEA LIFE München tun. Während der bayerischen Sommerferien lädt das SEA LIFE München zudem zu spannenden Themenwochen rund um Deutschlands größte Hai-Vielfalt ein. An interaktiven Mitmachstationen finden Familien heraus, welche Geschichten über Haie tatsächlich stimmen und welche lediglich Mythen sind. Richtig cool für Klein und Groß!
Weitere Informationen und vergünstigte Tickets gibt es unter www.sealife.de/muenchen.
Zum Beispiel Familienangebot: Eintrittspreis für 2 Erwachsene + 1 Kind 54 Euro.
