20 Jahre! Deutsches Museum Bonn feiert Geburtstag

Foto: Deutsches Museum Bonn

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Das Deutsche Museum Bonn feiert ein rundes Jubiläum: Seit seiner Eröffnung am 3. November 1995 hat es den Begriff Museum neu interpretiert – und liefert den Stoff für eine 20-jährige Erfolgsgeschichte. Mehr als 80 000 Menschen besuchen das Museum pro Jahr – über die Hälfte davon sind Kinder, Jugendliche, Schülerinnen und Schüler. Insgesamt 1,6 Millionen Menschen haben das Haus in den vergangenen 20 Jahren besucht und dabei 100 Ausstellungen zu Gesicht bekommen. 1000 Veranstaltungen und 15 000 museumspädagogische Aktionen seit 1995 zeigen, wie intensiv das Museum bespielt wird.

Museumsleiterin Dr. Andrea Niehaus ist stolz auf die bisher geleistete Arbeit: „Das Deutsche Museum Bonn ist heute ein lebendiges, besucherorientiertes Museum, das Bildungsangebote für Alle bietet. Wir begreifen uns als Übersetzer und Vermittler zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit.“

Am 3. November will das Museum feiern – mit dem TV-Moderator Ranga Yogeshwar, IHK-Präsident Wolfgang Grießl, Vertretern der umliegenden Universitäten und der Industrie, die sich alle einig sind, wie wichtig die Arbeit des Deutschen Museums Bonn ist. Auch Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Mutterhauses in München, wird an dem Abend dabei sein. Und gleichzeitig gibt es für das Bonner Museum ein Geburtstagsgeschenk, das den Mitarbeitern und Freunden des Museums Hoffnung macht: Auf Initiative der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg wurde ein Förderverein für das Museum gegründet.

Denn das Haus ist bedroht: Der Bonner Stadtrat will die Zuschüsse für das Museum streichen. Sollten diese Sparbeschlüsse tatsächlich umgesetzt werden, stünde die Bonner Dependance des Deutschen Museums vor dem Aus. Generaldirektor Heckl: „Dass die Wissenschaftsstadt Bonn die 20-jährige Erfolgsgeschichte des Deutschen Museums Bonn beenden will, kann ich nicht glauben. Denn die Aufgaben im Bereich der MINT-Bildung sind längst nicht abgeschlossen – sondern nehmen immer noch zu.“ Das Museum habe – ebenso wie seine große Schwester in München – hunderttausende Menschen für Naturwissenschaft und Technik begeistert, erklärte Heckl weiter. „Es leistet eine hervorragende und wichtige Arbeit als außerschulischer Lernort und trägt mit seinen Bildungsprogrammen für Kinder und Jugendliche entscheidend zur Zukunftsfähigkeit von Stadt und Region bei – und muss deshalb unbedingt erhalten bleiben.“

Schon bei seiner Eröffnung am 3. November 1995 war das Deutsche Museum Bonn ein kleines, aber feines Museum, das Meisterwerke zeitgenössischer Forschung und Technik in der Tradition des berühmten Münchner Mutterhauses präsentierte – und Wissensvermittlung mit modernsten Mitteln betrieb. Heute ist es viel mehr als „nur“ ein Museum. Das Deutsche Museum Bonn will Menschen die Faszination des naturwissenschaftlich-technischen Erkenntnisprozesses vermitteln – und zugleich dessen Chancen und Risiken aufzuzeigen. Wissen soll hier nicht autoritär vermittelt werden, sondern im Dialog mit den Besuchern.

Und ein Schwerpunkt liegt dabei in der Förderung der naturwissenschaftlich-technischen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen. Damit möchte das Museum einen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft leisten. Generaldirektor Heckl: „Ich wünsche dem Deutschen Museum Bonn zum 20. Geburtstag noch viele erfolgreiche Jahre – lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten.“

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